Was für eine Woche…

Hinter mir liegt eine wirklich anstrengende Woche auf die ich mit Stolz und Bauchweh zurückblicke. Aber alles der Reihe nach…

Montag, 9.11.

Elternsprechtag Nummer 1. Ich verbringe ca. 10 Stunden am Stück in der Schule (8.00 – 18.00 Uhr). Der Puck ist erst ganz normal bei seiner heißbeliebten Tagesmama/-oma untergebracht und wird dort dann von seiner Tante abgeholt, die er mindestens ebenso vergöttert. Gott sei Dank haben die beiden einen tollen Nachmittag und meine kleine Schwester hat alles super gemanaged. Ich bin ihr so dankbar. Ich komme gegen 18.30 völlig erledigt nach Hause. Sauge die Stunde, die ich mit meinem Kleinen verbringen darf quasi auf und dann kuschel ich ihn in den Schlaf, um anschließend die Wohnung aufzuräumen und weiterzuarbeiten. Schlechtes Gewissen steigend.

Dienstag, 10.11.

Elternsprechtag Nummer 2. Ich verbringe ca. 12 Stunden am Stück in der Schule, da die Klassenlehrkraft die einzelnen Gespräche deutlich überzieht. War ihr bei diesen eher kritisch angehauchten Eltern aber nicht zu verdenken. Ich muss mich bereits vor dem letzten Gespräch verabschieden, da mein Kleiner an diesem Tag von seiner Oma und seiner Ur-Oma abgeholt wurde und rund 35 km von meiner Schule entfernt hundemüde auf mich wartet. Treffe die letzten Eltern noch im Flur, weshalb ich ihnen doch kurz mitteile, was ich so zu sagen habe. Rase Richtung Elternhaus, das ich 20.40 Uhr erreiche. Der Puck liegt an Oma gekuschelt auf der Couch und ist bester Laune. Wir kuscheln ausgiebig, dann fahren wir nach Hause. Während der Autofahrt schläft mein tapferer Kleiner und als wir 21.45 Uhr ankommen, kann ich ihn direkt hinlegen. Wohnung aufräumen, ein paar Schulsachen vorbereiten. Schlafen. Schlechtes Gewissen nagt.

Mittwoch, 11.11.

Elternsprechtag Nummer 3. Fühle mich wirklich wie im Karneval. 11 Stunden an der Schule. Aber die Lehrkraft und ich führen sehr zufriedenstellende Gespräche und sind überpünktlich fertig. Heute ist Papa-Tag, wie jeden Mittwoch. Da er Firmengründer ist, ist seine Zeit knapp bemessen, wie ihr bis hierher vielleicht schon vermutet habt. Genieße noch 90 Minuten mit meinem Kleinen als ich nach Hause komme und kuschel mich dann gemeinsam mit ihm ins Bett. Schlechtes Gewissen ist ein A*loch.

Donnerstag, 12.11.

Mal nur von 7.30 – 13.30 Uhr an der Schule. Überglücklich, dass ich meinen Kleinen wieder regulär abholen kann. Fahren von dort auf einen 1. Geburtstag. Bleiben dort 1,5 Stunden und düsen zusammen zu meiner Schule, da ich Aufsicht beim Laternenumzug führe. Fix und fertig, dennoch ein schöner Termin mit selbstgebastelter Laterne und einem überglücklichen Kind (“Mama, heiß” = Lichter überall).

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Überdrehtes Kind schläft nur an mich gekuschelt um 22.00 Uhr ein. Schlechtes Gewissen nagt trotzdem.

Freitag, 13.11.

Gewöhnlicher Schultag. Dann wieder einen Nachmittag mit dem Puck. Der Papa stößt überraschenderweise dazu. Gott sei Dank, denn ich hänge sehr in den Seilen. Als der Kleine ins Bett geht, düse ich zum Frisör. Kurzhaarfrisur aufpeppen, da Samstag 60. Geburtstag.

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Irgendwie ein schlechtes Gewissen, weil ich mal was für mich mache. Bescheuert.

Samstag, 14.11.

Den Tag bei meinen Eltern verbracht. Einkäufe erledigt, gemeinsamer Mittagsschlaf und um 18.00 Uhr zu einem 60. Geburtstag gestartet. Lange gefeiert. Der Puck hat die Gäste in Verzücken versetzt. Stolze Mama. Aber er ist auch wirklich immer ausgesprochen freundlich. Der Wunderbare. Um 2.00 Uhr im Bett. Der Kleine wurde schon gegen 21.00 Uhr von Oma abgeholt und hingelegt. Ich hatte größte Sorgen, aber es ging alles gut. Ich brauche kaum über mein Gewissen reden.

Sonntag, 15.11.

Ganz, ganz, ganz viel Zeit mit dem Kleinen verbracht und aufgesaugt. Inklusive gemeinsamen Mittagsschlaf und Regenspaziergang. Es war toll.

 

Ich bin stolz, dass ich alles geschafft habe, aber normalerweise haben der Puck und ich klare Abläufe und ich konzentriere mich auf ihn. Diese Woche war hart. Ich hab ihn sehr vermisst. Er selbst hatte tolle Tage. Gott sei Dank. Er war ja auch mit seinen Lieblingsmenschen zusammen. Aber mich frisst mein Gewissen und ich bin so wütend über mein Arbeitspensum, dass ich leisten MUSS. Ich hätte gerne die Wahl. Und gerne eine stellvertretende Schulleiterin, die nicht versucht, mich kleinzukriegen. Aber davon ein anderes Mal.

Ich geh jetzt kuscheln. Ihr wisst schon.

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