Und einmal Luft holen…

Ich habe viel zu tun. Das ist nichts Besonderes. Wer hat das heutzutage nicht? Mutter, Ehefrau, Vollzeitlehrkraft, Freundin und irgendwo auch noch ich selbst. Das bedeutet einfach einen vollen, vollen Alltag. Von einem Mann, den ich sehr schätze, habe ich einmal den Satz gehört: “Ja, ich habe viel zu tun, aber gestresst bin ich nicht.” Der hat nachgehallt. Momentan ist dieser Satz so eine Art Credo.

Um mich herum tobt ein Tornado. Viele Kolleginnen sind krank. Das heißt für mich als einzige Vollzeitkraft jede Menge Zusatzmaterial erstellen, Doppelführung in den Klassen. Außerdem bin ich zum Beispiel an unserer Schule für das Thema Inklusion zuständig und bereite eine Fortbildung vor. Dann ist da noch diese “besinnliche” Adventszeit, die gespickt ist mit Weihnachtsfeiern (dank meines Daseins als Fachlehrer in drölfzig Klassen, habe ich einige davon) oder Geschenke besorgen (ich habe eine Großfamilie). Mein Mann ist beruflich derzeit viel unterwegs und ich muss den Puck und mich allein organisieren. Und jetzt kommt mein ABER…

In diesem Tornado aus Terminen, Aufgaben, Organisation und Gerenne stehe ich in der Mitte. Da wo sich nichts dreht, da wo man festen Boden unter den Füßen hat. Auf dem Arm meinen Sohn. Da ist Ruhe. Wir spüren nichts von dem Treiben um uns herum. Da sind wir.

So ein Tornado ist in Bewegung. Immer. Ich weiß das. Und darum muss ich um meine sichere und ruhige Position aktiv bemüht sein, aber zur Zeit (toi, toi, toi) gelingt mir das. Irgendwie. Nicht-der-Rede-werte Pupstage mal ausgenommen. Und am Ende eines Nicht-Pupstages kann ich mit Stolz ins Bett gehen und zufrieden sein mit dem, was ich so schaffe. Das ist wichtig. Ich sehe viele Kolleginnen, die nicht zufrieden sein können. An denen es nagt, dass immer irgendwas liegen bleibt. Die nach Anerkennung ringen, immer mehr und mehr zu leisten versuchen und daran kaputt gehen. Weil es nie genug ist. In ihren Augen. Ganz schlimm. Ich hoffe also, liebe Frauen da draußen (Auch Männer leisten wahnsinnig viel, das will ich nicht vergleichen oder abwerten, aber ich spreche jetzt bewusst mal aus MEINER Position), die ihr jeden Tag kleine und große Wunder vollbringt, dass es euch gelingt, auf das, was ihr in 24 Stunden schafft zu schauen nicht auf dass, was vielleicht auf der Strecke bleibt. Seid zufrieden. Es ist genug.

Und manchmal helfen klitzekleine Inseln der Auszeit. Ich habe heute nach 4 wuseligen Wochen endlich ein bisschen Zeit für mich gehabt. Und das war toll und wird wieder mehr eingeplant.

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Ein wohltuendes Schaumbad. Obwohl ich dafür oft zu ungeduldig bin, aber heute hab ich 15 Minuten geschafft. Wuhu.

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Heute auch mal so ein Nagellackbild wie ich es sonst oft bei Pia von daily-pia.de sehe. Daher auch mein neuester Kauf. Sie schwärmte so von der “Last and Shine” Serie von Manhattan. Gefällt mir grad auch sehr gut. Aber noch mehr, dass ich wieder ordentliche Nägel hab. Hihi.

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Und dann frischgebadet und restauriert mit der Katze kuscheln. Gemütlich. Der grüne Fleck auf dem Sofa stammt übrigens vom Puck, der gerade auf Ursache-Wirkung-Forscherreise war.

Und nun kuschel ich mich zu meinem Puck.

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