Hibbel, hibbel, popibbel…

Hätte man mir mal bitte vorher sagen können, wie nervenaufreibend das bewusste Planen eines Kindes sein kann? Hilfe. Nicht genug, dass ich in diesem (ersten) Zyklus mal akribisch auf meinen Eisprung geachtet habe und mich im Deuten meiner körperlichen Zeichen geübt habe. Nein, da muss man dann ja zwei Wochen tatenlos vor sich hin warten, ohne zu wissen, was los ist.

Mein Eisprung ist mittlerweile so ca. 8 Tage her und was kann ich bis dato berichten?

  • Durch das Entdecken eines riesigen Kinderwunsch-Forums spreche ich nun die ganz eigene Sprache der Hibbeligen perfekt. Hochgradig lyrische und ein wenig seltsam anmutende Abkürzungen wie “ES +”, “NMT”, “ÜZ”oder auch “MU” sind mir nicht mehr fremd (Ich hatte von eben diesen noch niemals was gehört). Ihre Kenntnis ist wie die Eintrittskarte zu einem zugegeben etwas wundersamen Club.
  • Ich habe mir geschworen, trotz meiner Ungeduld, nicht auszurasten. Ich glaube zum Beispiel, dass Psyche und Körper sehr eng miteinander verwoben sind und wo man was spüren und finden will, da spürt und findet man was. Ich für meinen Teil kann derzeit über furchtbare Müdigkeit, eine gewisse Emotionalität, eine leichte Gewichtszunahme, einen leicht schmerzenden Busen und gelegentliche Übelkeit am Abend berichten. Verdächtig, verdächtig, nicht wahr? Nun könnte ich natürlich schlaflos vor mich hin spekulieren, oder aber, ich nehme erstmal das Naheliegende. Ich habe einen Vollzeitjob und manage unser Familienleben größtenteils allein. Mein kleiner Sohn lässt mich selten länger als 2-3 Stunden am Stück schlafen. Müdigkeit? Kein großes Wunder, also! Große Müdigkeit verursacht bei mir auch schnell mal Emotionalität, manchmal sogar Übelkeit. Die Gewichtszunahme ist wirklich minimal und vermutlich den zurückliegenden Feiertagen geschuldet. Nun ja. Sagen wir, ich habe nicht gefastet. Und mein Busen? Befindet sich einfach noch im Abstillprozess. So betrachtet, ist das alles völlig logisch, aber ließe sich natürlich auch jederzeit als Schwangerschaftssymptom einordnen. Tükisch. Ich weiß ja.
  • Wie die Überschrift vermuten lässt, bin ich trotzdem hibbelig, auch wenn ich vermeintliche Symptome erstmal nicht überbewerte. Ich bin nur einfach kein geduldiger Mensch. Abwarten kann ich nicht. Also ich ganz persönlich und privat. Denn als Mama und Lehrer kann ich das sehr wohl. Nur wenn’s um mich geht, dann ist es schwierig. Und so sitze ich hier und warte und habe ehrlich den höchsten Respekt vor Frauen, die das monatelang hinnehmen müssen. Mir reicht der “1.ÜZ” schon völlig. Ich konnte deswegen in dem oben genannten Forum auch nicht lange lesen. Das macht einen ja völlig kirre.

Anfang nächster Woche weiß ich dann mehr. Ich möchte eigentlich nicht frühzeitig testen. Ich sehe das als kleinen Geduldswettkampf. Ich gegen mich und eine meiner weniger charmanten Eigenschaften. Sozusagen. Ich hoffe, das gelingt mir. Denn irgendwie gefällt es mir ja doch ein bisschen, dass ich jetzt einfach mal nichts kontrollieren kann. Mein Körper macht das schon. Dieses Mal oder eben ein anderes Mal. Im wahrsten Sinne. Höhö. To be continued…

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