Im Zeitraffer…

Meine Tagen enden nach wie vor oft gemeinsam mit dem Puck. Um 19.30 Uhr. Wenn ich doch mit viel Disziplin länger durchhalte, wartet ein riesiger Berg Arbeit auf mich. Vieles bleibt liegen. Ich sehne mich nach ein paar ruhigen, klaren und nicht von Übelkeit begleiteten Minuten, in denen ich meinem heißgeliebten Schreiben nachgehen kann. Ich bräuchte das grad sehr. Nun gut. Heute sende ich Lebenszeichen aus dem Bett. Mit Übelkeit und Müdigkeit zwar, aber auch mit Ruhe und großer Freude daran. Immerhin. Es folgen für euch die letzten Tage. Im Zeitraffer.

Am Wochenende waren wir auf einer ganz und gar wundervollen Hochzeit in der Heinat unserer Herzen. Bayern. Es war so schön. Ich liebe das Reisen, sei es auch nur mal in andere Städtchen. Der Puck ist auch gern unterwegs. Er braucht sehr viel Input. Leider kann er diesen nicht immer gut verarbeiten. Die Hochzeit mit all den fremden Menschen, den vielen Kindern, dem großen Saal. Er konnte sich nicht satt sehen und toben. Am Abend war er dann, wie so oft, völlig überreizt und hat mir seine Eindrücke 10 für mich herzzerreißende Minuten an mich geklammert ins Ohr geweint. Er konnte kaum atmen vor lauter Schluchzen. Mein Gewissen war dann nicht das Beste. Aber bis dahin war er die gute Laune persönlich und da er mir seine ganzen Eindrücke noch nicht in Worten mitteilen kann, musste es wohl so raus. Ich hab ihn an mich gedrückt, gestreichelt und mir sein Tagesresüme geduldig angehört. In meinem Arm schlief er anschließend sofort ein, kuschelte sich auf das bereitgelegte Matrazenlager und schlief mit einer Unterbrechung selig bis um Mitternacht. Dann war Mama wirklich fix und alle und beide kuschelten sich in die Hotelbetten.

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Wie angekündigt und versprochen. Hier mein Kleid. Es kaschierte ganz wunderbar. Ich fühlte mich weiblich. 20 Euro Schnäppchen. Jippie.

Am Montag ging ich dann nach meiner Zwangspause wieder arbeiten. Blutungen hatte ich – toi, toi, toi – seitdem nicht wieder. Schulisch ist gerade viel los. Aber wann ist das mal nicht so. Ist eben jeden Tag ein Überraschungspaket so eine Grundschule. Meine Kollegen wissen jetzt Bescheid. Ich habe meine Situation klar benannt und mir keinen anderen Grund für mein Fehlen ausgedacht. Es haben sich alle gefreut, auch wenn sie im nächsten Schuljahr ungern auf mich verzichten. Die Lieben.

Der Puck macht gerade wieder eine Entwicklung durch. Mal sehen, wo sie hinführt. Er schläft schlecht, ist anhänglich, noch eigensinniger als eh schon und fordert mich heraus. Grenzen testen. Gleichzeitig verfeinert er seine Motorik. Sterne zeichnet er richtig zackig (Erwähnte ich, dass er Sterne abgöttisch liebt?), während er den Mond mit mehreren klaren Kreisen malt. Auch sein Wortschatz explodiert mal wieder. Absolut spannend. Absolut toll. Absolut zum Knutschen.

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Gleichzeitig bereiten wir unseren Umzug vor. Und das viel zu langsam. Und das soll es an Infos gewesen sein dazu. Vorerst. Das stresst mich gerade. Ähäm.

Da die Tage noch nicht turbulent genug sind, hatte ich heute zu allem Überfluss auch noch einen wundervollen Autounfall. Mir ist Gott sei Dank nichts passiert und die Schuld liegt laut Polizei klar beim anderen Fahrer, aber mein Auto hat vermutlich einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten. Meine geliebte, alte Gurke. Ich hänge wirklich an ihr.

Nun ja. Froh sein, dass alles so glimpflich lief und ich allein im Auto war. Aber das war heut nicht mein Tag.

Soviel zu unserem Alltagschaos. Alles wie immer. Plus Extras. Mein Update zur 10. Woche blieb etwas auf der Strecke. Ich werde es wohl mit dem zur 11. Woche kombinieren. Die steht nämlich an.

Jetzt aber erstmal gute Nacht!

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