Mama hat Auszeit…

Zeit für mich ist eher selten. Abends gibt es immer wieder mal Momente. Oft nutze ich sie zum Beispiel für diesen Blog. Das Schreiben ist nur für mich und durchaus eine kleine Auszeit für mich. Aber dabei bin ich zu Hause und natürlich trotzdem für meinen Puck da. Er schläft ja nach wie vor eher unruhig. Mein Mann würde mir natürlich gern mehr Oasen und Ruhepausen gönnen, aber aufgrund seiner Selbstständigkeit sind ihm hier leider klare Grenzen gesetzt.

Ich vermisse aber eigentlich nicht wirklich etwas. Ich habe ein tolles Kollegium und einen guten Job, so dass ich für die erste Hälfte des Tages sowohl sehr zufriedenstellend soziale Interaktion als auch das gute Gefühl, persönlich etwas geschafft zu haben, verbuchen kann. Den restlichen Tag genieße ich die Zeit mit meinem Sohn. Wir vereinsamen dabei keineswegs. Ich treffe nach wie vor Freunde. Nur trinken wir jetzt unseren Kaffee eben mal auf dem Spielplatz oder gehen spazieren. Mittlerweile lassen sich die meisten meiner Freunde auf mich als Mama ein. Das ist wirklich schön.

Aber so wie jeder Mensch brauche auch ich mal echte Auszeiten. Momente, in denen ich nur für mich da bin, ohne weitere Verpflichtungen. Und mittlerweile haben wir in unserem eher fordernden Alltag Wege dafür gefunden. Nicht oft. Aber wie gesagt. Ich brauche das nicht täglich, da ich so viele Bereiche meines Lebens so genieße, wie sie sind. So ca. alle 3 Wochen ist da aber ein Abend für mich. Mit ausreichend Vorlauf kann mein Mann das einrichten. Und auch der Puck spielt mittlerweile mit und lässt sich sehr gern abends von Papa in den Schlaf kuscheln. Manchmal sogar lieber als von mir. Seufz.

Gestern war nun wieder so ein Abend. Ich hatte mich mit 3 meiner Lieblingskolleginnen zum Essen verabredet in einem recht alternativen und ja, man mag sagen hippen Restaurant. Unsere Viererrunde ist echt der Knaller. Vier so unterschiedliche Persönlichkeiten ganz unterschiedlichen Alters und wir verstehen uns super, haben einen Heidenspaß.

Das Essen aber auch die Getränke waren ebenso individuell und ausgefallen wie unsere tausend Gesprächsthemen und ich habe viel gelacht.

IMG_2840

Lecker.

IMG_2842

Das war Macarpone mit Johannisbeeren, ein Beerensorbet, weiße Schokolade mit saurem Pulver (Keine Ahnung, was das war.), ein Schokokussschaum als Untergrund, Zitronenbaiser, Schokoladenerde, irgendwelche abgefahrenen Kräuter, Geltropfen gewonnen aus Beeren und ein Krokant aus speziellen Nüssen.

Ich bin ja kein Dessertfan, aber das war ganz großes Kino.

Nach diesem fantastischen Essen ging es noch auf einen Absacker in eine der kultigsten Kneipen der Stadt. Ich gönnte mir ein alkoholfreies Radler und wir quatschten bis in die späten Abendstunden. Da wir ja heute alle wieder arbeiten mussten, fuhren wir aber dennoch zu einer akzeptablen Uhrzeit nach Hause.

Ich habe den Abend sehr genossen. Ein paar Stunden nur ich. Und wie es dann so ist, bin ich die Treppen in unserem Haus dann doch fast hochgesprintet (prahlte die schwangere Frau), um mich möglichst schnell zu meinem Kleinen zu kuscheln.

Dieser hatte den Abend über beste Laune gehabt, den Papa allerdings auch nach dem ins Bett gehen sehr auf Trab gehalten. Er kriegt Zähne. Also der Puck, nicht der Papa. Diese Nacht war dann leider kein so harmonischer Ausklang eines gelungenen Abends. Aber zehren kann ich noch eine Weile und mich auf die nächste Auszeit freuen.

Alles ein Teil meines Lebens. Alles ein Teil von mir.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.