20. SSW (“Wann ist das passiert?”)

#Tagebuch Minipuck – Kapitel 14 (20. SSW)

Am Ende dieser Woche ist Halbzeit. HALBZEIT, Leute. Ich bin zwiegespalten. Wenn ich an die ersten Wochen zurückdenke, dann kommt mir diese (ganz furchtbar anstrengende) Zeit durchaus endlos weit weg vor. Wenn ich aber auf die Zahl 20 Wochen schaue, dann klingt dieser Zeitraum so irrsinnig lang, gemessen an den paar Wochen, die ich gefühlt erst wieder schwanger bin. Mhm, steigt da jemand durch?

Mittlerweile kommt endlich ein kleines Bäuchlein, dass nicht nach Schlemmerei sonder wirklich nach Baby aussieht. Und ich beginne langsam Umstandsmode zu tragen. Also zumindest die Hosen. Und dann ist es plötzlich doch so, als wäre ich nie nicht schwanger gewesen. Zu nah noch die Zeit in der mich mein Puck so getreten hat, zu nah noch das Gefühl, wie es ist, seinen wachsenden Bauch zu streicheln. Es ist eine schöne Phase. Prinzipiell sprudele ich vor Energie momentan. Ich stehe da dem Frühling in nichts nach. Das ist aber auch gut so, denn schwanger einen Vollzeitjob, einen Einjährigen, einen Haushalt und ein bisschen eigenes Leben zu managen fordert auch ein wenig, wie man sich denken kann.

Arbeiten macht mir derzeit Spaß. Ich fahre im Hellen zu Schule, die Sonne scheint, die Kinder sind gut drauf und mein Unterricht läuft. Die Kinder haben ein gesteigertes Interesse an meiner Schwangerschaft, die ja nun endlich ein wenig sichtbar wird. Besonders spannend ist natürlich die Frage des Geschlechts. Die Mädchen wie die Jungs wünschen sich natürlich Verstärkung. Meine Ärztin hat zwar eine klare Tendenz, aber man weiß ja nie. Ich warte den nächsten Termin lieber noch ab.

Halbzeit passt in dieser Woche prinzipiell ganz gut. Ich bin irgendwie auch halbiert. So gefühlstechnisch. Je weiter diese Schwangerschaft voranschreitet und je realer der Familienzuwachs wird, desto mehr Gefühlswechselbad. Zum einen ist da ganz viel Vorfreude. Die Babyzeit ist so toll. So einmalig. Ich freue mich von Herzen darauf. Ich weiß außerdem ganz tief, dass der Puck Geschwister braucht. Er ist kein Einzelkind. Ich spüre das und weiß, dass er das gut machen wird. Aber dann denke ich daran, dass diese exklusive Zeit mit meinem Zauberkind bald zu Ende geht. Dass ich mich bald teilen muss. Und er mich auch. Diese letzten 19 Monate waren ein einziges Abenteuer. Und auch wenn ich weiß, dass da noch ganz viele erste Male kommen werden und dass auch der Schritt ins Familienleben zu viert eine prägende und ebenso intensive Zeit wird, ist es dennoch komisch, dass da bald nicht mehr nur der Puck ist. Schwer zu erklären.

Nach diesem Wörter-Wirrwarr aber mal zu den Daten…

 

Gewicht

71 Kilo –> also + 5 Kilo.

Bauchumfang

Wächst. Endlich.

Körperlichkeiten

Weiter deutliche Übungswehen. Sonst alles unauffällig.

Emotionalitäten

Schwangerschaftsdemenz. Ein bisschen. Hatte ich in der letzten Schwangerschaft nicht. Und hormongesteuerte Impulsivität. Ich bin aufbrausend. Gar nicht meine Art sonst. Sehr gewöhnungsbedürftig.

Das Foto

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Ein Bauch, meine Lieben. Da wächst ein Bauch.

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