Aprilscherz zu Pfingsten…

Da bin ich wieder. Zurück aus dem Kurzurlaub. Wir waren mit meiner Schwiegermama auf einem Bauernhof auf dem Lande. Man könnte auch Einöde sagen. Die Idee war gut, die Ausführung so naja.  Wir sind mal rausgekommen aus dem Alltag. Das war durchaus etwas wert.

Na? Schreit euch mein ABER… an? Leider gab es das ein oder andere Aber.

Da wäre zum einen das Wetter. Hey, mal ehrlich, das mit dem April ist doch wohl sowas von vorbei, oder? Wer hatte sich denn diesen Scherz erlaubt? Sonne, Wolken, Gewitter, Regenguss, Hitzeschwall, Gewitter, Sonne, Weltuntergang und so weiter. Es muss ja nicht immer Sommer, Sonne, Sonnenschein sein, aber ein Minimum an Regen wäre zumindest schön. Leider schüttete es den Sonntag bis auf wenige Ausnahmen sehr andauernd. Für ein, sagen wir mal, mobiles Kind wie meinen Puck war das nicht leicht. Aufgrund des Feiertages hatte der Indoorspielplatz geschlossen und das angekündigte “Super-Spaßbad” in der Nachbarstadt entpuppte sich als heruntergekommenes FREIbad mit einem tiefen Becken. Beheizt immerhin. Trotzdem, nein Danke.

Dann war das Städtchen, in dem wir waren, ziemlich ausgestorben. Geschlossene Cafés und Geschäfte, mieses Wetter, Feiertage sorgten für Szenen wie aus einem verstaubten Western. Ihr wisst schon, diese kugelnden Büsche und so.

Auch unsere Unterkunft war etwas gewöhnungsbedürftig. Der Bauernhof war wirklich ganz niedlich und top gepflegt. Ganz liebevoll. Wirklich. Die Einrichtung wurde im Internet als “authentisch” beschrieben. Na, so Bauernstübchen können ja wirklich super gemütlich sein. Mhm, gemütlich war es schon. Vielleicht etwas großmütterlich, gelinde gesagt.

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Hier ein kleiner Ausdruck.

Das Gute nun aber zum Schluss. Es war natürlich trotzdem schön. Mein Mann hatte Zeit für uns, meine Schwiegermama und der Puck sind ein Dreamteam. Und ich konnte mal ein wenig abschalten. Und war nicht rund um die Uhr gefordert. Wir haben die wenigen Sonnenmomente intensiv genutzt.

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Der Kleine brauchte einen Tag um sich reinzufinden. Fremde Orte packt er durchaus gut, wenn man sich dabei an seine bekannten Strukturen hält. Momentan hat er aber im Allgemeinen eine sensible Phase und braucht so seine Zeit. Der Ausflug hat ihm dann aber recht schnell gefallen. Nicht zuletzt wegen der vielen Wasserspiele in der Stadt. Wir waren letztendlich viel damit beschäftigt, den Puck von oben wie von unten bestmöglich trocken zu halten.

Besonders schön: Mein mir Angetrauter und ich hatten mal wieder ein wenig Zeit. Ehepflege. So und so. Hihi. Außerdem haben wir lecker gegessen. Und meine Arbeit und sonstigen Verpflichtungen waren auch ganz weit weg. Und im Endeffekt ging es ja darum. Gerne also wieder solch ein Familienausflug. Das nächste Mal aber vielleicht doch in eine Gegend mit mehr Entertainmentpotential.

Ansonsten sehe ich das Pfingstwochenende als Abenteuertrip in ein romantisch verschlafenes Städtchen umgeben von authentisch rauer Nordluft mit Unterbringung in einer Unterkunft im Retro-Vintage-Hipsterstyle, in der mein seinen Alltag weit hinter sich lassen kann.

Ja, kann so in den Reiseführer. Es war dann heute aber auch schön nach Hause zu kommen. Ins Leben zurück. In unsere Stadt. Unsere Wohnung. Mit unserem Bett. In diesem Sinne. Gute Nacht.

 

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