25. und 26. SSW (“Doppelt hält besser”)

#Tagebuch Minipuck – Kapitel 19 (25. und 26. SSW)

Diesmal kommt das Update so verspätet, dass ich das für die 26. SSW gleich mitmachen kann. Es geht also schon wieder auf die Mitte des siebten Monats zu. S’geht’n? In dieser Woche bittet unsere Wunschklinik bereits um die Geburtsanmeldung. Es ist eine beliebte Klinik und wir leben in einer großen Stadt. Ist also vertretbar. Das macht aber diese Sache mit der Geburt etwas realer. Nun gut. Damit werde ich mich beschäftigen. Ganz bestimmt. Also echt jetzt.

Am Donnerstag war meine liebste Hebamme bei mir und hat mich zum ersten Mal untersucht. Ach, das war entspannt. Der Puck wurde professionell mit “eingebunden” in das Prozedere. Sogar im wahrsten Sinne, denn er turnte die gesamte Zeit über mit dem Maßband durch die Gegend. Meine Hebamme ist soweit sehr zufrieden. Der Mini-Puck ist völlig zeitgerecht entwickelt (sagte sie nach ein wenig Herumdrücken!?), hat sich zu diesem Zeitpunkt in der Schädellage befunden, ich weise weder Wasser, noch Krampfadern noch sonst irgendwas auf und mit ihrer komischen Holztröte erhörte sie sofort kräftige Herztöne. Na dann. Fein.

Sie war aber nach einen Blick in meinen Mutterpass ebenso überzeugt wie ich, dass meine derzeitige Frauenarztpraxis ein wenig, sagen wir mal, chaotisch ist. In meinen Pass wurde nämlich genau fast gar nichts eingetragen. Natürlich die Daten der ersten Blutabnahme mit den Immunitäten und so. Und dann die paar Daten aus den Hauptuntersuchungen. Das aber auch nicht vollständig. Viele weitere Felder, die wohl durchaus wichtig werden können, blieben bislang leer. Meine Hebamme hat sich mit mir die Zeit genommen und ergänzt.

Meine Frauenärztin mag ich sehr und sie wirkt äußerst kompetent, aber mit der Praxis und dem dortigen Team werde ich nicht so recht warm. Auch nicht so mit den Räumlichkeiten. Gut, das allein würde mich jetzt nicht zu einem Wechsel bringen, aber die dort herrschende Verpeiltheit und das Chaos. Das schon. Mal ein kleiner Einblick:

  • sie wissen nie, in welcher Woche ich mich gerade befinde und verlesen sich dabei auch noch dauernd
  • man gab mir einen Termin für die Feindiagnostik, der nächste Woche Freitag stattfinden sollte, um dann, trotz meines damaligen Hinweises, festzustellen, dass diese Untersuchung dann bei mir gar nicht mehr aussagekräftig ist, weil ich da schon locker in der 27. Woche bin
  • der Termin wurde außerdem zuvor nochmal verlegt, da man mich aus Versehen einer anderen Ärztin (ist eine Gemeinschaftspraxis) zugeordnet hat
  • aufgrund von Terminengpässen sind die Wartezeiten zum Teil wirklich erheblich
  • bis zur 14. SSW wurde keine Urinprobe verlangt, bis zur 11. SSW (oder war es die 12. SSW) vergaß man das Blutdruckmessen
  • bei der letzten Blutabnahme durchstach man mir einen Nerv (Schmerzen aus der Hölle), wodurch mein Arm einige Tage noch deutlich bewegungseingeschränkt war und sich besagter Nerv noch über Wochen immer mal wieder meldete
  • man hat, wie gesagt, die Hälfte meines Mutterpasses nicht ausgefüllt
  • das Helferinnenteam ist ein wenig schroff und lästert leider auch immer vor sich hin

Die Liste ließe sich noch weiterführen. Und ich bin jetzt unschlüssig. Stelle ich mich an? Oder ist der Wunsch nach einem Wechsel berechtigt? Mir fehlt einfach das grundlegende Vertrauensgefühl. Zur Ärztin hab ich das schon. Aber das ganze Drumherum stresst mich richtig. Immer wieder auf Sachen hinweisen und erinnern zu müssen. Selbst mehr Überblick über deren Abläufe behalten zu müssen. Nein. Ich möchte da ein wenig mehr Komfort. Mein Plan ist derzeit den Termin am Freitag, der jetzt dann “nur” noch aus normaler Vorsorge und dem großen Zuckertest besteht, wahrzunehmen und den nächsten Vorsorgetermin dann in einer neuen Praxis zu vereinbaren. Lacht nicht, aber das kostet mich Mut. Ich hab immer schnell das Gefühl, Leute vor den Kopf zu stoßen und tue mich damit schwer. Ach ja, der Zuckertest wird übrigens auch erst in der 27. SSW gemacht, dabei hatte ich in meiner letzten Schwangerschaft einen ziemlich ausgeprägten Diabetes und daher wird eine zeitige Überprüfung in der folgenden Schwangerschaft empfohlen. Zumal meine Werte auch nach der Geburt nicht ganz perfekt waren. Nun ja.

Ich denke, ich werde am Freitag einfach aus dem Bauch heraus entscheiden, wie es weitergehen soll, aber eigentlich habe ich mich innerlich darauf eingestellt, zu wechseln. So.

 

Gewicht

73 Kilo –> + 7 Kilo. Schnief.

Bauchumfang

Dank Hebamme endlich mal gemessen. 90 cm bislang. Meine Murmel erscheint mir riesig. Ich hab ja keine Vergleichswerte, aber das ist wohl eher überschaubar für diese Woche.

Körperlichkeiten

Tja. Nicht wirklich was. Vielleicht n bisschen langsamer zu Fuß.

Emotionalitäten

Ein paar Geburtssorgen. Hier und da. Abgelöst durch Vorfreude. Wie’s halt so ist.

Das Foto

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Auf Höhe des an der Wand zu erkennenden unteren Rand des Lichtschalters sieht man übrigens recht schön die derzeitige Höhe meiner Gebärmutter. Mein Bauch macht da so n kleinen Knick.

Das Outfit der Woche

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Das war einfach nur ganz furchtbar gemütlich.

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