30. SSW / 31. SSW (“Willkommen in den 30ern”)

#Tagebuch Minipuck – Kapitel 22 (30. und 31 SSW)

Und im Zuge eines Wimpernschlages liegt auch bereits über die Hälfte des achten Monats hinter mir. Ich dachte, dass die Zeit in meinen Sommerferien vielleicht mal ein weniger langsamer läuft, also gefühlt. Es vielleicht ein wenig ruhiger ist. Aber bisher ist dem nicht so. Ich bin viel unterwegs und der Juli war und ist irgendwie ausgebucht. Auf schöne Weise wohlbemerkt. Ist ja auch alles selbstbestimmt.

Wie ich berichtete, war ich mit dem Puck auf Kurzurlaub in Bayern. Nicht wenige meinten, dass das zu diesem Zeitpunkt ja doch ein wenig riskant und mutig wäre und ob ich denn überhaupt so lange sitzen könne, etc. Also. 30. und 31. Schwangerschaftswoche. Eine Geburt habe ich einfach nicht auf dem Radar. Noch nicht in diesem Stadium. Das wäre ja wirklich, wirklich sehr früh. Ich weiß natürlich, dass man niemals irgendwas ausschließen kann, aber ich würde mich ja wahnsinnig machen, wenn ich ab jetzt schon jeden Tag damit rechnen würde. Knappe 8 Wochen hab ich ja noch. Und bisher (toi, toi, toi) verläuft ja auch alles unauffällig. Hätte aber wirklich was sein sollen, wäre ich in einer Stadt gewesen, in der ich mich absolut auskenne, eine Frauenärztin hatte und auch die Klinik mir nicht unbekannt ist. Außerdem habe ich dort noch einen nennenswerten Freundeskreis, der sofort zur Stelle gewesen wäre.

Die andere Sache war dann die lange Autofahrt. Davor hatte ich tatsächlich etwas Respekt. Eigentlich aber mehr im Hinblick auf das mitreisen Kleinkind. Und dieses hat das ja dann super mitgemacht. Ich selbst auch. Mein Bauch ist wohl, so wird mir oft gesagt, eher kleiner. Und auch sonst habe ich einfach, wie auch in der letzten Schwangerschaft, das Glück, von Beschwerden verschont zu sein. Kein Wasser, keine müden Beine, kein Sodbrennen, keine Müdigkeit. Ich weiß nicht, warum dem so ist, aber ich bin sehr dankbar dafür. Ich weiß es geht auch ganz anders und ich glaube, soviel Einfluss hat man darauf auch nicht unbedingt immer. Jedenfalls bin ich dadurch (noch) nicht sonderlich eingeschränkt. Nicht das Schlechteste, wenn man bedenkt, dass ich ja auch noch diesen einjährigen Wirbelwind hier habe.

Am letzten Freitag hatte ich dann diese 3. große Vorsorgeuntersuchung. Alles in Ordnung soweit. Alles wo es sein soll. Alles hält. Keine Wehen und so. Der Mini-Puck wächst und gedeiht seinem Tempo entsprechend, ist aber bisher eher zart. Also im Vergleich. Etwas Neues für mich, denn, wie ja schon mehrfach gesagt, der Puck war nun alles andere als zart. Er war meinem Schwangerschaftsstadium gut und gerne mal 2 Wochen voraus, manchmal sogar 3. Ich bin gespannt. Das einzige, was noch nicht ganz so zufriedenstellend war, ist die Position des baldigen Nachwuchses. Der befand sich nämlich mal wieder in Querlage. Hatten wir schon mal. Oder auch gerne eben Beckenendlage. Meine Frauenärztin ist Gott sei Dank recht entspannt. Das Würmchen hat noch Zeit. Eine Querlage ist am Ende dermaßen selten, dass sie meist sehr klare und deutliche Gründe hat. Keiner davon trifft spontan wirklich auf mich zu und von daher scheint der Mini-Puck ganz einfach noch genügend Platz zu haben. Zu diesem Zeitpunkt sowieso. Ich merke seine Drehungen auch mehr als deutlich. Wackersteingefühl, harter Bauch und manchmal bleibt mir richtig die Luft weg. Eine der wenigen unangenehmen Sachen derzeit. Und der etwas unangenehme Druck auf meinen Beckenboden und Steiß, wenn es sich der Zwerg mit seinem Popo dort gemütlich macht.

Ich bin ja so jemand, der die Dinge einfach gern geregelt hat und es darum natürlich schön fänd, wenn wir den Punkt bereits als “erledigt” abhaken könnten, aber das Wundervolle an so einer Schwangerschaft ist ja, dass man eben vertrauen muss. Und Geduld haben. Durchaus eine wertvolle Erfahrung für mich.

Wir warten nun also ganz entspannt die 34. Woche ab und sehen dann weiter. Sollte sich bis dahin nichts getan haben, turne ich ein bisschen mit meiner Hebamme. Und wirklich “ernster” wäre dann auch nur die Querlage. Aber wir gehen einfach mal davon nicht aus.

 

Gewicht

76 Kilo –> + 10 Kilo. Unkommentiert.

Bauchumfang

Hat sich nicht viel getan…

Körperlichkeiten

Nichts Erwähnenswertes. Außer eben der Druck bei den täglichen (und nächtlichen) Turnübungen.

Emotionalitäten

Bisher ganz guter Laune. Allgemein. Geburtsängste außen vor.

Das Foto

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Das Outfit der Woche

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Sehr bequem.

(Das Chaos im Hintergrund ist noch immer einer der Umzugsbaustellen. Die konnte ich aber gestern endlich beseitigen. Hurra. So langsam sind wir fast ein bisschen sowas wie eingezogen.)

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