Wir sind mal kurz da…

Ich bin wieder im Lande. Also wir. Im heimatlichen. Das auch schon seit Donnerstagabend. Seitdem waren die Tage mal wieder mehr als wuselig. Und darum auch hier weniger zu lesen. Nur, falls sich jemand Sorgen gemacht haben sollte. Im Übrigen hatte auch die Rückreise wirklich gut geklappt und ich bin sehr stolz auf mein reiselustiges Kind.

Ich gebe mal eine kurze Zusammenfassung. Auf Facebook hatte ich ja bereits jeden Tag einen kleinen Einblick gewährt.

Die Hinreise (Sonntag)

Da wir ja einige Stunden unterwegs sein würden, wollte ich zum Mittagsschlaf des Puck aufbrechen, damit er wenigstens einen Teil der Strecke friedlich verschläft. Der Mittagsschlaf kann, wenn’s mal richtig gut läuft nämlich bis zu 2,5 Stunden dauern. Kann, wie gesagt. Am besagten Tage brachte der Kleine es natürlich mal gerade auf 45 Minuten. Na gut. Also mussten wir weitere 6 Stunden im wachen Zustand bewältigen. Früher hätte ich mir so eine lange Autoreise allein noch nicht zugetraut. Also mit Kind. Aber der Puck ist derzeit in dem Stadium angelangt, in dem er z.B. wahnsinnig gern Lieder hört. Die erste der 6 Stunden verdöste er noch ein wenig. Und beschrieb, was er draußen sah. Ziemlich viele Windräder unter anderem. Dann hörten wir ein wenig Musik und machten nach 2,5 Stunden die erste ausgiebige Pause. Es gab einen kleinen Snack und viel Bewegung. Die weiteren 2,5 Stunden hörte der Puck jede Menge Kinderlieder, las sich durch seinen selbst ausgewählten Vorrat an Büchern, erzählte viel, aß seine vorbereitete Obstportion. Na, sowas eben. Dann gab es eine erneute, aber eher kurze Bewegungspause, in der ich dem Puck das Abendbrot vorbereitete, welches er im Auto in Ruhe hinten verspeiste. Dazu noch ein wenig Bücher lesen, zwei Sandmännchenfolgen anschauen und natürlich auch langsam etwas nörgelig werden. Aber das ist ja verständlich. Gegen halb acht erreichten wir unser Hotel. Da es draußen noch sehr warm und hell war, ließ ich den Puck noch ein wenig durch die Gegend flitzen, bevor Mama und Sohn dann mehr als hundemüde in die Kissen sanken.

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Montag

Der Montag sollte der Erholung dienen. Nach der langen Fahrt, die der Puck so tapfer durchgestanden hatte, stand heute einfach nur das an, worauf wir oder er Lust hatten. Wir frühstückten gemütlich im Hotel und fuhren dann mit dem Bus in die Stadt. War natürlich das erste Highlight. Da es bereits morgens um neun deutlich über 25 Grad hatte, klapperten wir ein wenig die Stadtbrunnen ab und verlegten dann die Aktivitäten mehr nach drinnen. Unter anderem besuchten wir meinen Lieblingsbuchladen und deckten uns mit allerlei Schätzen ein. Ich find es toll, wie sehr der kleine Mann sich für Bücher begeistert. Dann holten wir uns einen Kaiserschmarrn, den wir, wieder zurück im Hotel, auf dem Bett aßen. Leider war er alles andere als gut. Nun ja.

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Dann gab es eine Runde Mittagsschlaf für die Urlauber. Aufgrund des unerträglich kletternden Thermometers beschloss ich, den Nachmittag im Freibad zu verbringen. Klingt jetzt erstmal recht gewöhnlich, ist aber mit dem Puck durchaus so eine Sache. Nicht alltägliche Plätze machen ihm grundsätzlich immer erstmal Angst. Und ich meine, so richtig Angst. Mit Klammern und sehr viel Weinen. Ich musste ein sehr feines Gespür dafür entwickeln, was ihm trotz allem dann doch Spaß macht und mit welchen Dingen wir einfach warten, bis sich seine Ängste legen. Nun ist es so, dass der Kleine Wasser total liebt. Und Platschen und so. Und wenn er einmal im Becken oder See oder Meer ist, gibt es kein Halten mehr. Dann ist es eher schwer, ihn da wieder rauszukriegen. Aber der Weg dahin muss behutsam erfolgen. Hallenbäder sind prinzipiell noch schwieriger. Umkleiden gehen auf keinen Fall. Todesangstgebrüll. Die Geräuschkulisse im Bad. All das erschwert diese Unternehmung. Obwohl er im Wasser dann total glücklich ist. Darum setzte ich auf die Freibadesaison. Man kann sich in Ruhe draußen umziehen. Er überblickt alles ganz anders und draußen ist eh vieles leichter. So auch hier. Er musste sich kurz orientieren und die Situation einordnen, aber dann war alles toll. Er planschte und patschte, was das Zeug hielt. Ganze 2 Stunden waren wir dort und saßen entweder ganz gemütlich auf unserer Decke oder kühlten uns eben ab. Mission mehr als erfolgreich. Juhu.

Abends gingen der Puck und ich aus. Ins Hotelrestaurant. Hihi.

Dienstag

Vormittags besuchten wir meine alte Schule und eine liebe Kollegin, mit der ich bis heute regelmäßig Kontakt halte. Dann gab es ein Mittagessen mit viel Panade und einen mal etwas ruhigeren Mittagsschlaf. In der Nacht hatte es nämlich ordentlich geunwettert und es war zumindest schon mal ein wenig abgekühlt. Am Nachmittag besuchten wir dann eine ganz liebe Freundin und Kollegin aus dem Referendariat, die mittlerweile stolze Hausbesitzerin ist. Mit großer überdachter Terrasse. So konnten wir trotz Regen den ganz Tag draußen verbringen. Links und rechts wurde auch noch gebaut, so dass der Puck selig Baukräne und Betonmischer bestaunen konnte. Paradies.

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Wir aßen dort noch zu Abend und kehrten mit müdem Sohn ins Hotel zurück.

Mittwoch

Für den Vormittag hatte ich nichts Konkretes geplant. Ich hatte eigentlich überlegt, die Familie meines ehemaligen Nachhilfekindes zu besuchen, aber da ich die junge Dame in der Uni vermutete und auch nichts abgesprochen hatte, verwarf ich die Idee, obwohl wir sonst bei jedem “Urlaub” in der Studienheimat dort vorbeischauen. Auch ein bereits sehr lang haltender Kontakt. Ich fuhr also mit dem Puck in die Stadt. Busfahren und so. Und als wir aus dem Bus aussteigen, steigt doch vorne tatsächlich die Familienmama (also die von meinem ehemaligen Nachhilfekind) ein. Welch Zeichen. Ich hopste mit dem Puck wieder in den Bus und wir fuhren spontan doch mit, denn auch die Studentin des Hauses sollte da sein, da sie mittwochs derzeit keine Uni hat. Also verbrachten wir zwei tolle Stunden dort. Und ich war froh, die Familie doch noch gesehen zu haben. Denn darum tat es mir schon die ganze Zeit leid.

Nachmittags trafen wir uns dann noch mit einem lieben Freund zum Eisessen und ließen den Tag auf einem Spielplatz ausklingen. Es war so lieb, dass sich alle so problemlos darauf einstellten, dass ich eben nicht allein war.

Abends ging ich wieder mit meinem Sohn aus. In eines meiner damaligen Stammrestaurants. Die haben nämlich Nudeln. Jede Menge davon. Große Auswahl. Der Abend verlief also soßenbeschmiert und glücklich. Für Mama und für den Puck. Wir gingen früh schlafen. Also ich auch. Der großen Rückreise am nächsten Tag wegen.

Die Rückreise (Donnerstag)

Die Rückreise war wieder Richtung Mittagsschlaf geplant. Wir fuhren aber bereits nach dem Frühstück los, da wir einen kleinen Umweg einplant hatten. So besuchten wir nämlich noch eine liebe Studienfreundin in Landshut, die ebenfalls mittlerweile Mutter ist. Ihre Tochter ist gerade 5 Monate geworden. Also gab es Bestaunen auf beiden Seiten und ein bisschen Insidertalk der Mamas. Haben wir beide sonst selten, weil weder in ihrem noch in meinem Freundeskreis bereits viele Eltern sind. Was nicht unbedingt schlecht ist, im Übrigen. Aber es war auch mal schön, mit einem Wissenden zu sprechen. Na, ihr versteht schon. Es gab noch ein Mittagessen und dann brachen wir auf.

Diesmal schlief der Puck tatsächlich fast 2,5 Stunden. Und den Rest der Reise schafften wir ähnlich wie oben.

Zu Hause gab es dann ein sehr freudiges Wiedersehen mit dem Papa. Der hatte seine kurze Auszeit natürlich durchaus positiv genutzt, war aber heilfroh, dass wir wieder da waren. Hihi.

Ach, das war ein toller Urlaub. Nur etwas zu kurz. Ich hatte ja ursprünglich eine Woche geplant. Aber es blieben dann doch nur diese Tage übrig, da am Freitag z.B. die 3. Vorsorge anstand und die wollte ich nicht verlegen. Es war eh schon recht viel Abstand zwischen den Untersuchungen.

Der Puck hat die alleinige Aufmerksamkeit sehr genossen. Und die Ruhe. Wir hatten natürlich ein par Besuche geplant, aber die verliefen ganz unkompliziert. Geschlafen hat der kleine Mann zwar sehr unruhig. Aber das macht er zu Hause ja auch. An welchem Ort ich dann wenig Schlaf bekomme, ist ja eigentlich egal. Nun lassen wir kurz wieder Alltag einkehren, denn am Freitag geht es in den Familienurlaub. Und dann sind die Sommerferien auch fast schon wieder vorbei. Nicht dran denken.

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