34. SSW (“Bleiben Sie ganz entspannt”)

#Tagebuch Mini-Puck Kapitel 25 (34. SSW)

Grüße aus dem Mutterschutz. Ein paar Tage verfrüht. Wirklich nur ein paar Tage, aber die haben mich doch tatsächlich ein wenig gewurmt. Ich schrieb ja darüber. Mittlerweile hab ich meinen falschen Ehrgeiz hinter mir gelassen und konzentriere mich auf das, was kommen mag.

Im Prinzip geht es mir weiter prima. Ich bleibe von größeren Beschwerden verschont, bin noch gut mobil. Meine Verdauung hat mich (meist) auch noch lieb. Eigentlich kann ich mich nicht beklagen. Ich erhielt ja vor einer Woche, den Befund eines bereits leicht geöffneten und weichen Muttermundes. Ist in diesem Stadium der Schwangerschaft zwar kein riesiges Drama mehr, sollte mich aber dennoch zu etwas mehr Schonung veranlassen, denn eine so frühe Geburt will man ja dennoch nicht provozieren. Da bin ich ganz bei meiner Ärztin. Allerdings muss ich zugeben, dass mir das mit dem Schonen wahrhaftig schwer fällt. Ich habe einen einjährigen Sohn. Der zwar ziemlich gut zu Fuß ist, aber heben muss ich ihn natürlich schon ab und zu. Ich habe einen Haushalt. Deren Führung ich vielleicht etwas reduzieren, aber keinesfalls gänzlich auslassen kann.

Und dann wäre da noch der berühmt-berüchtigte Nestbautrieb. Der hat mich langsam aber sicher voll erwischt. Das betrifft zum einen den Blick auf die Hygiene und den Ordnungszustand unserer Wohnung (katastrophal und total babyuntauglich, ist klar) und natürlich auch das Einrichten derselbigen. Ich will alles auf einmal erledigen. Wir wohnen ja schon ein paar Monate hier, aber aufgrund unserer Arbeit- und Familiensituation und so, blieb das Gestalten, Einrichten etc. etwas auf der Strecke. Beziehungsweise ging einfach sehr langsam voran. Jetzt möchte ich am liebsten übergestern alles fertig haben. Da muss noch ein Teppich ins gemeinsame Kinderzimmer. Ein Sessel ins Schlafzimmer, ein Kuschelzelt genäht werden und überhaupt und sowieso. Ihr seht, schonen passt da irgendwie nicht.

Nun bin ich natürlich nicht total verantwortungslos. Ich habe auch nochmal mit meiner Hebamme gesprochen, denn ich finde dieses “Schonen” so schwammig. Ich hätte gerne ‘ne konkrete Liste. Darf ich – Darf ich nicht. Gibt einem natürlich keiner. Meine Hebamme sieht das Ganze herrlich gelassen, erfahren und pragmatisch. Knapp 15 Monate nach der Geburt des Puck wieder schwanger geworden. Kein riesiger Abstand. Mein Beckenboden und auch der sonstige Apparatismus ist einfach durch das schwere Kind nicht wenig beansprucht und bei Zweit-/Mehrgebärenden ist eine frühere Öffnung des Muttermundes absolut nicht ungewöhnlich. Wichtig ist, dass der Gebärmutterhals nicht verkürzt ist und das ist er keinesfalls. Und Wehen habe ich auch keine. Also außer ein paar wenigen Übungswehen. Ein wenig Schonung ist absolut angebracht, allein aufgrund des Schwangerschaftsstadiums, aber ich habe ja keine Bettruhe verordnet bekommen. Ich soll meinen Alltag recht normal bestreiten, aber alles gemächlich und eben auch mal mit kleinen Ruhephasen. So gut es eben geht. Und so handhabe ich das Ganze nun. Und bisher fühle ich mich damit wohl.

Ach und dann wäre da noch die Sache mit der Kindslage. Der Mini verweigert weiter die Schädellage. Er sitzt oder liegt quer, oder auch mal schräg oder auch mal völlig verwurstelt. Meine Frauenärztin bereits über die weiteren Schritte informiert hat und meine Hebamme hat mit mir bereits die ersten sanften Übungen begonnen. In einer Woche ist der nächste Termin und der führt mich eventuell zum Planungsgespräch in die Klinik, sofern noch keine Drehung stattgefunden hat. ABER KEINEN STRESS, nicht wahr. Mich macht das etwas nervös mittlerweile. Zugegeben. Im Grunde sind sich alle eigentlich recht sicher, dass der Mini ganz einfach wahnsinnig viel Platz hat und mein Bauchgefühl (haha) sieht das ähnlich. Nicht mehr so viele Wochen bis zur Geburt und das Köpfchen des Minis ist mal gerade knapp über dem Bauchnabel. Nichts da mit Luftknappheit oder an die Rippen stoßen oder in den Magen drücken. Der Mini kann sich sogar völlig quer ausstrecken ohne, dass man das meinem Bauch groß ansehen würde. Hinzu kommt, dass sich bei Folgeschwangerschaften die Kinder gerne mal erst kurz vor der Geburt drehen. Bleibt der Mini also in Beckenendlage, würde ich die Geburt gern ganz normal starten lassen, sofern medizinisch keine Einwände bestehen. Und wenn nichts dagegen spricht, würde ich auch eine spontane Entbindung probieren. Das Krankenhaus meiner Wahl ist darauf ein wenig spezialisiert. Aber ich hoffe, das bleibt eine vielleicht gar nicht eintretende Zukunftsmusik, denn irgendwie bin ich noch ziemlich zuversichtlich, dass der Zwerg den Weg schon noch findet.

Huch, das waren nun aber doch ein paar Worte mehr. Aber die Lage des Minis und auch die Sache mit dem Schonen beschäftigen mich derzeit wirklich. Merkt man gar nicht, oder?

Gewicht

77 Kilo –> + 12 Kilo. Unkommentiert. Weiterhin

Bauchumfang

98 cm. Huch, knacke ich diesmal die 100?

Körperlichkeiten

Der Muttermund eben. Und die tausend verschiedenen Lagen des Kindes drücken manchmal ein wenig. Aber sonst. Alles ok.

Emotionalitäten

Etwas nervöse Fixierung auf die Lage meines Babys. Gar nicht kontraproduktiv.

Das Foto

IMG_3591

Vertretbar für Mitte 9. Monat. Diese leichten Streifen da unten kommen vom Hosenbund. Ich schwöre. 🙂

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