36. SSW (“Määääääääh!”)

#Tagebuch Mini-Puck Kapitel 27 (36. SSW)

Vorsicht, das heutige Update mag ein wenig nörgelig und resignierend werden. Es war nicht so meine Woche. Also eigentlich war nicht mal irgendwas so richtig Dramatisches los, aber diese Woche und ich, wir haben einfach nicht so recht zueinander gefunden.

Der Anfang war noch recht annehmbar. Ich gehe meinem Nestbautrieb nach. Räume, richte ein, packe mal die letzten Kartons aus, putze, nähe und erledige, was sich in den letzten Monaten so angesammelt hat. Nichts Besonderes, aber durchaus zufriedenstellend. Im letzten Jahr habe ich z.B. aus verständlichem Zeitmangel so gut wie gar nicht genäht und nun erst langsam wieder angefangen. Mittlerweile bin ich aber wieder gut drin und habe mich am Mittwoch in dem Stoffgeschäft meiner Wahl mit heißer Ware eingedeckt. Auch das war ein schöner Moment.

“Überschattet” wurde das Ganze jedoch von einer gewissen Trübsinnigkeit. Das mit der Lage des Mini-Pucks macht mich immer nervöser. Mit jedem Tag, der verstreicht. Und so wahnsinnig viele bleiben da nicht mehr. Während der Mini sonst zumindest noch ein wenig hin und her wurschtelte, seine Lage wenigstens ein bisschen veränderte und mir damit immer ein wenig Hoffnung machte, saß er die letzte Woche felsenfest. Aktiv ist das Würmchen trotzdem. Aber mehr als Strampeln und Boxen war da nicht. Tat meiner Zuversicht nicht gut. Ich gab auch das Turnen auf, denn abgesehen davon, dass es für mich anstrengend ist, passiert genau nix. Ich werde also nicht mehr groß eingreifen. Entweder das wird noch was aus eigenem Antrieb, oder eben nicht.

Wenn so trübe Gedanken erstmal da sind, dann können die sich ja tatsächlich auch so ein bisschen verselbstständigen, ne? Ich bin dafür eigentlich so gar nicht der Typ, aber meine Sorgen, Angst und ja, auch Wut haben mich dann ein bisschen überrollt. Ich fühlte mich total machtlos und ausgeliefert. Schlittere ich hier doch geradewegs auf eine Operation zu, wenn das so weitergeht. Werde ich hier meines Geburtserlebnisses beraubt. Und kann rein gar keinen Einfluss nehmen. Eine spontane Geburt aus dieser Lage trau ich mich ja bestimmt doch nicht. Oder es geht von vornherein nicht. Das würde ja nur passen. Und was, wenn ich dem Baby dann unterbewusst immer die Schuld daran gebe? Das wäre doch ganz furchtbar. Bestimmt werde ich dafür bestraft, dass ich so über die Geburt des Pucks gejammert habe. Obwohl sie natürlich verlief. Ich war sicher zu undankbar.

Das klingt sicherlich absolut lächerlich. Aber so finster grübelte ich vor mich hin. Nicht schön.

Mein Puck konnte mich zumindest nachmittags ablenken. Er kommt so langsam in die berühmte Autonomiephase, was meinerseits jede Menge Konzentration und auch hier wieder Geduld fordert. Aber im Großen und Ganzen eigentlich gut machbar. Donnerstag holte ich ihn von der Tagesmutter ab, die mir gleich sagte, dass er recht verschnupft ist. Schnupfen ist ja auch so ein Produkt direkt aus der Hölle. Das ist so nichts Halbes und nichts Ganzes. Nicht richtig krank, aber auch nicht so gesund, um ganz normal auf der Höhe zu sein. Und dann die Nächte. Die fordern mir dann echt alles ab. So blöd das klingen mag. Mit Schnupfennase schläft der Puck nämlich erstmal ewig nicht ein und wird gefühlt im Minutentakt wieder wach, um dann wiederum nicht mehr einschlafen zu können, weil er ja keine Luft kriegt. Egal, wie man ihn lagert. Außer man hat ihn so halb sitzend im Arm. Ungefähr so verbrachten wir auch die Nacht auf Freitag und schliefen eher bescheiden bis gar nicht. Freitag blieb er zu Hause. Und während des ganzen Wochenendes kämpften wir uns mehr schlecht als recht durch den Mittagsschlaf und die Abende und Nächte. Ich lief also ein wenig rum wie Zombie und hatte aber tagsüber ein recht fittes Kind mit ordentlich Bewegungsdrang, weil er hat ja nur Schnupfen. Hinzu kam, dass ich bis Sonntagmorgen alleine war, da mein Mann geschäftlich und privat in Hessen unterwegs war.

Der gestrige Tag versöhnte mich immerhin ein wenig. Denn wir hatten eine schöne Zeit als Familie und abends konnte ich bei einem Essen mit meinen Lieblingskolleginnen etwas abschalten. Das war nötig.

Ihr merkt, es war wirklich nicht meine Woche. Darum weg mit den doofen Gedanken und her mit der neuen Woche. Die hat ein bisschen was zu bieten. Morgen beginnt nämlich mein Geburtsvorbereitungskurs. Ich bräuchte inhaltlich eigentlich keinen mehr, aber da ich beim Puck noch außerhalb der Stadt gewohnt habe, habe ich hier vor Ort noch keinen richtigen “Mama-Kreis” aufgebaut und so ein Kurs erscheint mir recht sinnvoll zum Knüpfen von Kontakten. Außerdem ist das ein Termin in der Woche, an dem ich mich mal voll und ganz auf diesen Bauch hier konzentrieren kann. Und zwar ohne Sorgen. Am Freitag habe ich dann noch einen Termin beim Homöopathen. Denn, sollte es wirklich bei der Steißlage bleiben, würde ich gern den Mut für eine Spontangeburt haben. Derzeit strauchel ich da etwas. Und da Gespräche mit meiner lieben Hebamme allein nicht mehr reichen, hat sie mich weitergeleitet. Vielleicht bringt es ja was. Denn ich muss natürlich möglichst angstfrei in eine solche Geburt gehen. Das versteht sich von selbst.

So, also liebe neue Woche, dann zeig was du kannst.

Zu den Daten..

Gewicht

77 Kilo –> + 12 Kilo. Ein wenig abgenommen. Ich erwähnte den Stress?

Bauchumfang

99 cm. Die 100 werden noch was.

Körperlichkeiten

Geöffneter Muttermund, Bakterien (die da nicht wegwollen), sonst eigentlich alles ok.

Emotionalitäten

Siehe oben.

Das Foto

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Ein kleiner Schuss nach vorn. Aber seit heute liegt der Mini auch etwas verquer nach vorne. Oder schräg. Oder so.

Outfit der Woche

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Essen gehen mit den Lieblingskolleginnen.

Wer bis hierhin durchgehalten hat, dem sei gesagt, es geht mir schon viel besser. Mein Mann wieder hier, einen schönen Abend gehabt und des Pucks Nase wieder fast frei. Es geht aufwärts.

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