38. SSW (“Zielgerade”)

#Tagebuch Mini-Puck Kapitel 29 (38. SSW)

Schon vor Wochen behauptete meine Schwangershaftsapp, ich befände mich auf der Zielgeraden zur Geburt. Ich glaube, das war so in der 30. SSW. 10 Wochen vor Geburt sind für mich jedoch alles andere als eine Zielgerade. Aber jetzt. Jetzt sind es noch knappe 3 Wochen und jetzt empfinde ich das als Zielgerade. Diese letzten drei Wochen, in denen das vorfreudige, nervöse Warten beginnt. In denen man abends ins Bett geht und kurz überlegt, wie man wohl geweckt wird. Ich mag diese Zeit. Ich mochte die schon beim Puck. Das gute Gefühl, es bald geschafft zu haben. Bald ein Baby im Arm zu halten. Es ist ein bisschen nervenaufreibend und schön. Und spannend. Ein bisschen so, wie auf Geburtstag warten. Als man noch Kind war.

Ich denke eigentlich nicht, dass der Mini sich deutlich früher auf den Weg machen wird. Derzeit verplane ich die Wochen auch dementsprechend. Ich nehme mir noch was vor. Absagen kann man ja immer noch. Da wären auch noch so ein paar letzte Besorgungen, ein bisschen Wohnungsfertigstellung, einige klitzekleine Nähprojekte, der Abschluss des Geburtsvorbereitungskurses, das Treffen einiger Freunde, der Besuch meiner Lieblingskolleginnen, eine Fortbildung, an der ich sehr gerne noch teilnehmen würde, da ich sie im letzten Schuljahr vorbereitet habe, der größte regionale Kleider- und Zubehörflohmarkt für Babys und Kinder, der Geburtstag des Pucks und so weiter. Na, schauen wir mal. Und dann, ja dann muss ich ja auch noch erstmal Tante werden. Meine kleine Schwester hat heute Termin. Ich erwähnte das mit dem “spannend”? Irgendwie hab ich sie mit großgezogen. Wir haben gegenseitig unsere Kindheit sehr geprägt. Im positiven. Und jetzt ist sie in wenigen Tagen selbst eine Mama. Irgendwas zwischen “wundervoll” und “krass”.

Abgesehen von meinem Tatendrang und dem starken Wunsch danach, noch alle To-do-Listen-Punkte der letzten 20 Jahre abzuhaken, geht es mir gut. Nahezu langweilig würde ich sagen. Von den Bewegungen her würde ich sagen, dass der Krümel nach wie vor mit dem Köpfchen nach unten liegt. Das beruhigt. Ich wehe regelmäßig vor mich hin. Mein Körper hat das mit der Zielgeraden also auch verstanden. Ich bin derzeit noch gut mobil und kann die letzten exklusiven Tage mit dem Sohnemann daher richtig genießen. Selbst dieser scheint was zu ahnen und ist so lieb, für seine Verhältnisse recht gut zu schlafen, so dass ich morgens durchaus halbwegs erholt aufwache. Vielen Dank.

Ein bisschen schwierig ist es mit dem Mann derzeit. Er muss extrem viel arbeiten. Unter der Woche sehen wir ihn kaum und selbst das Wochenende hatte er diesmal nicht wirklich Zeit. Er steckt mit dem Kopf in seinen Projekten, ist daher auch hier unkonzentriert und vergisst viel. Das ist halt mal so bei Selbstständigen. Er trägt Verantwortung für sich und seine Mitarbeiter. Und er hat natürlich die kommende Zeit im Blick. Die Zeit nach der Geburt wird er hier gebraucht und möchte er natürlich da sein, also muss er ranklotzen und Freiraum schaffen. So ist das. Anstrengend finde ich es manchmal trotzdem. Weil ich für zwei mitdenken muss. Viel alleine regle. Und weil der Puck an seinem Papa hängt. Nun ja, bald geschafft. Der liebste Mann findet den Zustand im Übrigen auch nicht schön. Schlechtes Gewissen und Vermissen sind an der Tagesordnung. Ist auch nicht immer leicht, wenn man Familienvater ist. Und das eben gern.

Zu den Daten..

Gewicht

77,5 Kilo –> + 12,5 Kilo. Stagniert gerade. Auch ok.

Bauchumfang

Wir haben die 100 cm geknackt. Beim Puck blieb es bei 99 cm stehen.

Körperlichkeiten

Gerade eigentlich alles gut. Abgesehen vom Bauch, könnte ich den Zustand mal wieder fast vergessen.

Emotionalitäten

Guter Dinge derzeit.

Das Foto

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Outfit der Woche

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Bequemste Hose der Welt. Noch immer.

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