39. SSW / 40.SSW (Zwischen Abschied und Alltag)

#Tagebuch Mini-Puck Kapitel 30 (39. und 40. SSW)

Es war die letzten Tage ein wenig ruhiger hier. Das Wichtigste zuerst. Uns geht’s gut. Alles in Butter und so. In der letzten Woche hatte unsere liebe Tagesomi allerdings Urlaub, da wir vereinbart hatten, dass sie den noch vor dem Geburtstermin nimmt. Danach ist sie da und hilft mit, die Alltagsroutine für den Puck so gut es geht aufrecht zu erhalten. Ich liebe diese Frau, das sagte ich schon, oder?

Jedenfalls war ich daher gut ausgelastet. Letzte Vorbereitungen, Putztrieb, kleinen Babyneffen besuchen, nochmal Freunde treffen und natürlich ganz, ganz viel Exklusivzeit mit dem bald großen Bruder. Das war durchaus anstrengend. Er ist momentan sehr quirlig, braucht viel Input und testet, wie es sich für einen fast Zweijährigen gehört, seinen Eigenwillen. Also waren wie in erster Linie viel unterwegs. Das ist das Beste. Und auch wenn alles etwas langsamer und manchmal sicherlich auch beschwerlich lief, habe ich diese Tage nochmal sehr genießen können. Wir waren viel draußen, haben Leute besucht und ganz viel Zeit zu zweit getankt. Sehr wertvoll.

Die Tage haben mir auch gezeigt, dass der Puck Geschwister braucht. Er liebt es, Menschen um sich zu haben. Also vertraute eher, aber das ist ja normal. Er ist so gern mit anderen Kindern zusammen. Als es um die Entscheidung für ein zweites Kind ging, da war die größte Hürde für mich der Kleine. Das Gefühl, ihn zu entthronen, ihm seine Mama wegzunehmen, seinen gewohnten Alltag durcheinander zu wirbeln, zu wissen, dass er dann zurückstecken müsse. All das versetzte mir Stiche und ließ mich zögern. Auch in den ersten Monaten der Schwangerschaft hatte ich mit diesen Gefühlen zu kämpfen. Je weiter aber die Zeit verstrich, desto kleiner wurden diese Sorgen. Der Puck musste in den letzten Wochen schon bereits Rücksicht nehmen, einfach, weil ich zum Beispiel nicht mehr uneingeschränkt beweglich bin. Und das haben wir irgendwie gut hinbekommen. Er ist aber auch eines von diesen Kindern, denen man tatsächlich die Dinge gut erklären kann.

Nun werden die ersten Wochen sicherlich trotzdem spannend. Mit so einem Baby kann man ja leider nicht gleich so richtig spielen. Und die Mäuse kleben in der ersten Zeit ja auch viel an Mama. Dieser Anblick wird vermutlich auch nicht immer leicht. Es wird, wie auch beim letzten Mal, alles seine Zeit brauchen, um sich einzuspielen. Bis jeder seinen Platz gefunden hat und Bedürfnisse neu und bestmöglich abgestimmt sind. Das ist klar. Und auch mir fällt der Abschied von unserer trauten Gemeinsamkeit nicht ganz leicht. Zwischen Friede-Freude und Weltuntergang rechne ich diesmal eigentlich mit allem. Aber ich zweifle einfach nicht mehr daran, dass die Entscheidung für ein zweites Kind mit zumindest nicht ewig viel Abstand richtig für unsere Familie war. Und das es am Ende gut wird.

Um dem Puck diese turbulente Zeit ein wenig zu erleichtern, möchten wir seinen Alltag, soweit das möglich ist, weiterlaufen lassen. So geht er, ohne große Unterbrechung, weiter zu seiner Tagesomi. Dorthin wird er ohnehin ja von Papa gebracht. Wir haben viel Liebe und Gedanken in sein Zimmer gesteckt, Spielzeug und Bücher für die heimelige Jahreszeit aufgestockt, Rückzugsorte geschaffen, so dass er dort auch selbstständig viele Anregungen findet. Bisher scheint das aufzugehen. Er liebt sein Zimmer und es ist so schön zu beobachten, wie er dort immer geplanter und zielgerichteter spielt. Außerdem liebt er Bücher. Und Vorlesen. Eine Sache, von der ich vermute, dass sie sich gut mit längeren Stillphasen verbinden lässt.

Ein bisschen Respekt habe ich vor der Abendroutine. Die ist im Grunde nichts Besonderes. Aber sie ist dem Puck sehr wichtig. Und mir auch. Er schläft nach wie vor häufig in unserem Bett. Und braucht vor allem seine Einschlafbegleitung. Da ich (leider) recht schnell auch die meisten Abende allein sein werde, bin ich gespannt, wie wir das Würmchen da dann einbinden. Naja, aber vorher Kopfzerbrechen bringt ja auch nicht viel. Muss sich finden. Irgendwie. Im Übrigen ja auch das Familienbett zu Viert. Spannend.

Noch kurz zu mir und dem Mini. Mir geht es die meiste Zeit wirklich gut. Mal ein bisschen Magen-Krims-Krams oder ein Watschelgang, aber im Großen und Ganzen kann ich mich wirklich nicht beschweren. Ich bin mobil. Ich wurde ein paar Tage enger überwacht, da ein CTG mit sehr hohen Herztönen etwas auffällig war, aber nachdem meine Ärztin mich mal wieder unwissend “stehen ließ” und nur ein Kontors-CTG in zwei Tagen anordnete, erklärte mir meine Hebamme, dass hohe Herztöne erstmal meist davon kommen, dass die Mama zu wenig isst oder trinkt. Das passte zur großen Hitze und dem Trubel der letzten Woche und so steuerte ich brav dagegen. Siehe da, das Kontroll-CTG war absolut unauffällig.

Außerdem soll der eigentlich als zart vermutete Mini plötzlich in den letzten 2 Wochen ganz viel zugenommen haben. Waren ganz merkwürdige Werte, die auch gar nicht in den bisherigen Wachstumsverlauf passten. Dieses ganze Gemesse am Ende scheint mir eh etwas fragwürdig manchmal. Da braucht es schon sehr gute Geräte oder einen sehr erfahrenen Arzt. Sonst wird da auch viel geraten. So wirkt das jedenfalls manchmal. Ich habe schon einmal ein sehr großes und schweres Kind auf natürlichem Weg nach draußen befördert. Von daher wird das schon passen. So.

Sieben Tage also noch. Ab heute. Also laut damaligem Messwert. Errechnet wäre sogar schon Samstag. Aber da wird hier jemand 2 Jahre und, tja, das muss nun wirklich nicht sein. Also nehme ich den Montag. Dann.

Zu den Daten..

Gewicht

78 Kilo –> + 13 Kilo. Ist ok.

Bauchumfang

101 cm.

Körperlichkeiten

Die Hitze war anstrengend. Fleißige Vorwehen (oder Senkwehen?) in den letzten Tagen. Ein bisschen unruhiger Magen und mal ein müdes Bein hier und da. Vertretbar für die Woche.

Emotionalitäten

Ein bisschen Abschiedsstimmung. Nostalgische Gefühle. Und Vorfreude. Und Spannung. Ansonsten bin ich total geduldig dieses Mal. Ich habe zu keinem Zeitpunkt mit einer Geburt deutlich vor Termin gerechnet. Und ich plane auch weiterhin meine Tage. Nur eine Einleitung, die muss dann nicht so unbedingt sein.

Das Foto

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Outfit der Woche

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Jeans und Kapuze. Schlicht und ergreifend.

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