Vorbereitungen und Nestbau

Die ganze Zeit wollte ich euch schon ein bisschen Einblicke in die Vorbereitungen auf den Mini und ein Leben zu Viert gewähren. Aber so halbwegs “abgeschlossen” ist es wohl erst jetzt. Ich bin in solchen Dingen ein durchaus organisierter Mensch (geworden) und habe in den letzten Wochen gefühlte 500 Listen abgehakt. Vieles ist im letzten Jahr einfach liegen geblieben wegen Kleinkind, Job, Umzug, Selbstständigkeit und so.

Nicht alles betraf natürlich den Nestbau oder derartige Vorkehrungen. Von genereller Wohnungsausstattung und Einrichtung, über Behördengänge, Grundreinigungen, ein bisschen Eigenpflege (Frisör etc.), Blogbaustellen, ein paar Reisen (Ja, auch das waren ganz, ganz wichtige Punkte), Ausmisten, diversesten Nähprojekten bis hin zu tatsächlicher Geburtsvorbereitung und Nestbau war alles dabei und bis heute bin ich jeden Tag gut ausgelastet und von Langeweile weit entfernt. Dennoch ist zum heutigen Tage ein “Fertig”-Zustand eingetreten. Alles, was ich jetzt noch so wurschtel ist reiner Zusatz und stand auf keiner Liste.

Und so habe ich mich auf das zweite Kind vorbereitet:

Anschaffungen

Da der Puck ja auch gerade erst Zwei wird, sind wir natürlich noch nah dran an der Babyausstattung. Es war sogar viel mehr so, dass ich verkauft und aussortiert habe, was sich nicht bewährt hat. So vermachte ich das schicke Gitterbabybett meiner Schwester und auch das Beistellbett wandert derzeit in Hessen umher, wo all die Freundinnen meiner liebsten Schwiegermama gerade Oma werden und sich um das BabyBay reißen. Wir fahren gut mit dem Familienbett. Alles andere war nix. Der Puck wiederum bekam jetzt ein großes Bett. Er hasst Gitterbetten. Er braucht Platz. Immer mal wieder will er auch schon in diesem Bett einschlafen. Und Einschlafbegleitung ist in einem normal großen Bett auch einfach bequemer. Sollte der Mini nun mit der Zeit aber doch ein eigenes Bett einfordern, können wir immer noch gucken. Aber ich glaube es einfach nicht.

Um den Familienzuwachs doch ab und zu auch sicher ablegen zu können, haben wir das Laufgitterchen behalten. Das hatten wir noch vom Puck, auch wenn wie wir es da nicht sonderlich lange nutzten. Er lag eher auf seiner Krabbeldecke. Das Gitterchen wurde nun betttechnisch gemütlich ausgestattet und steht neben dem Sofa. Denn vermutlich wird der Mini gerade in der ersten Zeit abends eher gemütlich bei uns auf der Couch lümmeln, während der Puck schon im Familienbett schläft.

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Eine gestrickte und super gepolsterte Unterlage wurde neu besorgt.

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Eine ganz bezaubernd flauschige und dennoch luftige Krabbel-/Zudecke.

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Ein genähtes Kissen und ein Klapperschmusetierchen.

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Und eine Bettschlange. Die wird multifunktional eingesetzt. Zum Schutz, zum Begrenzen und auch fürs Familienbett. Der Puck bekam ebenfalls eine Schlange als Begrenzung für sein Bett. (Schlange und Decke sind übrigens von Zappelfritze. Mag ich sehr. Ich liebe diese sanften, schlichten Muster und Farben.)

Bezüglich Spielzeug und Ähnlichem haben wir keinen Bedarf. Da der Mini aber auch irgendwie was Neues, Eigenes bekommen sollte, habe ich Folgendes erworben:

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Ein Schnuffeln-Schmusetuch-Tier und …

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… einen süßen Holzklapperring. Beides aus einem hiesigen Laden, der sein Sortiment ausschließlich von kleinen Manufakturen o.ä. bezieht. Ich könnte mich da komplett verausgaben. Also finanziell. Der Schmusefuchs ist z.B. von einer Familie im Erzgebirge, die solche und ähnliche schöne Dinge in ihrer hauseigenen Werkstatt herstellt. Hach ja.

Da des Pucks Klamotten zu einem Großteil bei meinem Neffen gelandet sind und wir darüber hinaus das letzte Mal zwar von allen Seiten toll ausgestattet wurden, habe ich doch die Garderobe für den Mini neu aufstocken müssen. Ich habe meine sehr eigene Vorstellung von schöner und sinnvoller Babykleidung und ich finde z.B. Kapuzenpullis für Neugeborene eher mittelprächtig ansprechend. Ebenso wie schnieke Hemden oder Poloshirts mit fettem Kragen. Auch starre Jeans oder Strumpfhosen mit so blöd eingenähten Mustern, die dann so gemeine Abdrücke auf den Beinen machen. Find ich prinzipiell auch geschmackstechnisch nicht so schön, aber vor allem einfach total unpraktisch. Weil nicht bequem, weil einengend und so. Also wurde jede, jede Menge aussortiert. Die neue Garderobe ist nicht allzu üppig, gänzlich aus Secondhand (geschenkt oder gekauft) oder auch viel selbstgenäht. War also eine ziemlich sparsame Anschaffung, die mich aber sehr glücklich machte.

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Bis Größe 68 und sogar 74 sind wir erstmal versorgt.

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Ein bisschen Selbstgenähtes. Hier: Der Lehrerstoff. Hihi.

Letzte und tatsächlich mal “große” Anschaffung war ein neuer Autositz. Beim Puck konnten wir einen erben. Da dieser jetzt allerdings schon einige Jahre auf dem Buckel hat, das Polster plattgelegen ist und es bei Kindersitzen ja nun durchaus sinnvoll ist, irgendwann auszusortieren und aus Sicherheitsaspekten auf neuer umzusteigen, haben wir die Kleinanzeigen beobachtet und in einem günstigen Moment zugeschlagen.

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Das Design ist irgendwie aus den Niederlanden. Find ich ganz lässig.

Also zusammenfassend haben wir ein bisschen Kuschelbettchen-Zubehör, bewusst ein Spielzeug und ein eigenes Schmusetuch, kindgerechtere Klamotten und einen neuen Autositz angeschafft. Vieles Secondhand. Überschaubar also. Hat trotzdem Spaß gemacht. So ein bisschen.

Ach ja, ich möchte diesmal noch mehr tragen. Daher wird nach der Geburt das Anschaffen einer Tragehilfe (Tuch haben wir schon/noch.) anstehen. Es wird wohl eine FräuleinHübsch. Und ein RingSling. Aber an dieser Anschaffung darf sich dann die Verwandtschaft beteiligen. Ganz unromantisch mit finanzieller Unterstützung. Viel besser als das 600. Kuscheltier.

Geburtsvorbereitung

Tja, das war diesmal so ein Thema für sich. Während ich an meine erste Geburt sehr zuversichtlich, unbedarft und vielleicht naiv heranging, hatte ich diesmal von Anfang an einen gesunden Respekt. Gelinde gesagt. Aus denkbaren Gründen.

Ein wesentlicher Teil dieser Geburtsvorbereitung war also vor allem das Begegnen und Verarbeiten meiner Ängste und auch der ersten Geburt. Hierzu sprach ich viel mit meiner Hebamme und hatte letztlich sogar noch einen Homöopathentermin, der sehr hilfreich war und mich wieder zuversichtlicher stimmte. Viele schwierige Aspekte lassen sich bei der Geburt des Pucks auf zuviel Fremdbestimmtheit, Einmischung, Eingriffe und Kontrollverlust herunterbrechen. Dinge, die also durchaus auch in meiner Hand liegen und diesmal eventuell anders verlaufen können und sollen.

Außerdem schaffte ich mir diese Lektüre an:

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Durchaus spannend. Erklärt, warum Geburten heute so überwacht und kontrolliert ablaufen. Außerdem befasst es sich mit dem Aspekt der schmerzfreien Geburt. Wäre natürlich schön, aber ich muss leider zugeben, dass ich dazu zu kopfgesteuert bin. Das wird mir so nicht gelingen. Es war schon wertvoll, das zu lesen und ein paar Dinge nehme ich für mich mit. Aber alles in allem war es dann doch ein zu starres Konzept. Das widerspricht sich für mich. Da es hier eigentlich um ein Maximum an Selbstbestimmtheit bei der Geburt geht und um das Vertrauen in den eigenen Körper. Hier habe ich eine interessante Rezension aus Sicht einer Hebamme gefunden. Für manche Frauen scheint das aber alles wirklich zu funktionieren und denen gönne ich das natürlich von Herzen.

Bezüglich meiner körperlichen Vorbereitung beschränkt sich diesmal alles auf das Trinken von Himbeerblättertee. Kein Dammschutz, keine großartigen Beckenbodenübungen oder sonstwas. Hab ich das letzte Mal alles im großen Stile betrieben. Genützt hat es rein gar nichts. Den Tee mag ich aber sehr gern. Es ist ein kleines Ritual für mich. Und auch wenn sein Nutzen wohl nicht so recht bewiesen ist, schaden kann er wohl kaum.

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Schließlich besuchte ich auch diesmal einen Geburtsvorbereitungskurs. Ich schrieb ja hier schon, warum. Kontakte knüpfen und nochmal zurückblicken. Und natürlich ein bisschen Besinnung auf den Mini. Der Kurs ist mittlerweile abgeschlossen und ich bin heilfroh, ihn gemacht zu haben. Die Hebamme war absolut klasse und wieder schwanden ein paar der Ängste.

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Der Mann und ich beim sehr lustigen Partnertermin.

Und der Puck?

Es ist nicht meine erste Schwangerschaft und nicht mein erstes Kind. Und die meisten meiner vorbereitenden Gedanken kreisten so auch eher um den Kleinen und darum, wie sich alles verändern wird. Oder eben auch nicht. Wie ich im letzten Wochenupdate schon berichtete, haben wir uns viele Gedanken um sein Zimmer gemacht. Um sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten, Rückzugsorte und so weiter. Das Kinderzimmer ist das größte Zimmer unserer Wohnung, denn es soll ein gemeinsames werden. Also für den Puck und den Mini. Die Einrichtung und das Gestalten und Aufstocken des Zimmers war finanziell kein großer Akt. Davon bin ich kein Fan. Viel wurde selbst gemacht oder umfunktioniert. Und das neue Spielzeug, wie etwa die Erweiterungen seines Fuhrparks habe ich auf Flohmärkten gejagt.

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Ein neuer Malplatz.

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Das selbstgenähte Zelt als Rückzugsort.

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Ein selbstgenähtes Hängeregal.

Außerdem habe ich ein Fundus neuer Bücher zusammengesammelt. Für die Stillphasen. Und das Geschwisterchen bringt ein Geschenk mit. Ein kleines Fahrzeug.

Auch an des Pucks Geburtstag ist bereits gedacht. Es gibt nicht wirklich viel, aber alles ist verpackt. Der Kuchenplan steht und die paar ausgewählten Personen sind eingeladen. In der Hoffnung, dass der Tag so stattfinden kann.

Alles andere wird sich finden. Denke ich. Kann man nicht viel planen. Ach, ich bin gespannt.

Sonst noch was?

Klar. Ein wenig Wochenbettausstattung, zum Beispiel.

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Ich erkläre mal nicht viel. Wer’s kennt, der kennt’s. Auf dem Bild fehlt: ein Messbecher und meine 2 Stillbustiers für den Anfang. Diesmal investiere ich dann, wenn die Brust etwas eingespielter ist, in gute Still-BHs.

Dann wäre da noch unsere Hausprinzessin. Die Katze. Selbige sucht sich mit Vorliebe natürlich die Orte zum Schlafen aus, die eher für Babys oder Kleinkinder gedacht sind. Sie ist gern im Kinderzimmer. Aber mein derzeitiger Nestbau-Putzfimmel schüttelt sich bei Anblick der vielen Haare an den behaglichen Orten. Das Zelt zum Beispiel. Wird gern genommen. Also hab ich ein bisschen gegoogelt. Und fand das hier:

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Eine Höhle für das IKEA-Regal. Dieses steht im Kinderzimmer so, dass die Madame den gesamten Raum im Blick hat und gleichzeitig versteckt liegt. Entgegen meiner Befürchtungen (Wann machen Katzen schon das, was man sich so zurechtgeplant hat?) liebt sie ihr Fach. Und die Kinderkuschelhöhlen und -bettchen bleiben derzeit katzenhaarfrei. Yay.

Hui, das wurde nun aber ein langer Artikel. Vielleicht doch mehr als ein Einblick. Ihr seht, ich bin eher jemand, der sich viele Gedanken macht. Und ja, Einrichten und Gestalten macht mir Spaß. Da hat ja jeder so seins. Nicht alles ist vermutlich notwendig und manch einer mag schmunzeln, aber ich bin guter Dinge und sehr zufrieden so. Alles mit Liebe und vieles selbstgemacht. Und, wie gesagt, soweit auch fertig. Und auch wenn uns der Mini selbstredend mehr als willkommen ist, darf er ruhig noch bis zum Termin warten. Oder wenigstens bis zum Samstag. Also bis danach. Ich möchte noch Kindergeburtstag feiern. Also den anderen.

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