Mein Wochenbett in Zahlen

Mein zweites Wochenbett startete um 23.29 Uhr, als ich mir meine Tochter nach einer Blitzgeburt auf den Bauch legte. Damit begann es fast auf die Minute genau 2 Jahre und 2 Tage nach meinem ersten Wochenbett.

Ich wurde mit Damriss 2. Grades (und weiteren Rissen) mit gefühlt 100 Stichen genäht.

Ca. 30 Minuten nach der Geburt stillte ich Finchen das erste Mal. Erfolgreich. Beide Seiten.

3 Stunden später konnte ich alleine aufstehen und auf Toilette gehen.

Mein Milcheinschuss kam nach 2 Tagen noch im Krankenhaus. Meine Oberweite wuchs im Vergleich zur Schwangerschaft nochmals um mehr als 2 Größen. Mittlerweile hat sich das eingependelt und ich trage ungefähr 2 Größen mehr als vor der Schwangerschaft.

Seit der Geburt habe ich 10 Kilo verloren. Das meiste in der ersten Woche. Es fehlen noch rund 5 Kilo bis zum Ausgangsgewicht.

Mein Wochenfluss war schon nach knapp 2 Wochen fast versiegt, wurde aber noch ab und zu  stärker.

8 Tage nach der Geburt hatte ich das Finchen erstmals im Tragetuch, um den Puck abzuholen. Während des Wochenbetts habe ich nun 2 Tücher und ein Tragesystem erworben.

Mein Mann ging am 3.Tag des Wochenbettes das erste Mal arbeiten und konnte nach zwei Wochen seine vollständigen Arbeitsalltag als Selbstständiger wieder aufnehmen.

Ich wurde 6 Tage nach der Geburt 30.

Ich schaffte im Verlauf des Wochenbettes alle 7 Gilmore Girls Staffeln.

13 Blogartikel konnte ich in dieser Zeit schreiben.

11 Tage nach der Geburt war ich das erste Mal abends und nachts mit den Kindern allein.

Der Puck war in den letzten acht Wochen zweimal krank, was ich als größte Herausforderung des Wochenbettes empfand. Mich selbst erwischte es nur einmal. Jetzt am Ende mit einem Milchstau.

Ich habe drölfzig Babybilder geschossen.

Das Finchen ließ mich bereits viermal gänzlich durchschlafen. Auch wenn ich das nicht nutzen konnte.

Während des Wochenbettes verspeiste ich ungefähr 300 Choko Fresh Riegel.

Ich trinke täglich mindestens einen, eher zwei Latte macchiato.

Ich dachte an die tausend Mal, dass ich das hier alles niemals schaffe, zweifelte unzählige Male, meinte hundertmal, ich würde hier niemandem gerecht.

Ich war unendlich oft unendlich glücklich. Ich bin die meisten Tage stolz darauf, wie gut es hier im Endeffekt läuft. Denke millionenmal, dass es genau so richtig ist. Und ich bereue nie. Nicht einen Tag.

Adieu, Wochenbett. Es war wirklich schön mit dir. Echt jetzt. Ich bin wehmütig.

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