Grüße aus der letzten Reihe

Nachdem ich voll Erstaunen und natürlich auch Freude feststellen durfte, wie viele von euch sich für schulische Themen interessieren, werde ich das nun auf ganz regelmäßiger Basis tun. Eine Reihe, wenn man so will. Das war für 2017 mein Plan. Und der Hausaufgabenartikel sozusagen ein kleiner Testlauf.
Nun ist es nämlich so, dass ich einiges zu sagen habe, was die Schullandschaft, in der ich wirke, betrifft. Und es ist ganz wunderbar, dass ich hier meine persönliche kleine Plattform dafür habe, denn ich kann euch offen sagen, dass meine Ansichten nicht immer denen der Mehrheit entsprechen. Aber macht euch einfach selbst ein Bild.

Heute geht es um eines meiner Herzthemen. Um die Kinder aus der letzten Reihe.

Grüße aus der letzten Reihe –  Die Geschichte von Leon

Das neue Schuljahr stand vor der Tür. Und ein neues Schuljahr hieß für mich seit ich Lehrerin bin tatsächlich immer auch eine neue Schule. So ist das, wenn man noch recht neu im Dienst ist. Ich betrat also das neue Schulgebäude und traf mich zu einem Vorgespräch mit meiner künftigen Schulleitung. Wir sprachen über dies und das, ich bekam eine kleine Führung und man zeigte mir mein neues Klassenzimmer. Eine dritte Klasse sollte es werden. Sie wurde mir zugeteilt. Man könne mich nicht mehr mitentscheiden lassen, da ich ja nun erst so kurzfristig käme und die Planung bereits vor den Sommerferien stattgefunden hatte. Seltsamer Satz, denn was hätte ich entscheiden sollen? Oder wollen?

Ein paar Tage später gab es die erste Konferenz und ein ausgiebiges Lehrerfrühstück. Ich unterhielt mich mit den neuen Kolleginnen, knüpfte die ersten Kontakte. Als man mich fragte, welche Klasse ich denn übernehmen würde und man meine Antwort hörte, folgte stets ein respektvolles Zischen durch die Zähne, gepaart mit Sätzen wie: “Na, dann mal viel Spaß”, “Auweia, da hast du was vor dir” oder auch “Das ist echt die schlimmste Klasse”. Wie ich solche Sätze liebe. Nicht.

Der Satz, der aber am meisten fiel, war “Oh Gott, das ist doch die Klasse von Leon (*Name und Geschlecht sind völlig willkürlich gewählt). Der ist nicht zum Aushalten. Viel Spaß.” Äh, danke!? Ich finde solche Aussagen unprofessionell, respektlos und auch überhaupt völlig deplatziert. Ja, manche Schülerinnen oder Schüler sind sicher deutlicher herausfordernder als andere, das ist kein Geheimnis. Aber jemanden so zu stigmatisieren. So abwertend zu sprechen. Geht nicht. Punkt.

Ich war wütend. Ich selbst lese nie Schülerakten, nie Zeugnisse, nie, nichts, bevor ich eine Klasse übernehme. Ich frage natürlich ab, ob es etwas wirklich Wichtiges zu wissen gibt, wie z.B. Krankheiten, Allergien, Beeinträchtigungen oder ähnlich Gravierendes. Anderes versuche ich fernzuhalten, bis es wirklich relevant für mich wird. Bei Elterngesprächen oder tatsächlichen Vorfällen. Aber abgesehen davon, versuche ich, mich freizuhalten. Und Sätze, wie die oben genannten, erschweren mir das.

Der erste Schultag kam, der Klassenraum füllte sich mit meinen künftigen Schülerinnen und Schülern. Und obwohl ich es nicht wollte, wartete ich doch etwas gespannter auf Leon. Und dann war er da. Ich begrüßte ihn persönlich, wie alle anderen zuvor. Stellte mich ihm vor und sagte, dass ich mich auf das Schuljahr mit ihm freute. Er grinste unbeholfen und verschwand im Klassenzimmer. Am ersten Schultag lasse ich die Kinder selbst ihren Sitzplatz bestimmen. Ist sehr aufschlussreich. Leon setzte sich nach ganz hinten und rückte seinen Tisch dann von den anderen Kindern weg, noch ein Stück zurück. Ich ließ das zunächst unkommentiert. Der Schultag verflog.

Am Ende holte ich Leon zu mir und fragte ihn, warum er sich denn so abseits hingesetzt hatte. Immerhin gibt es Kinder, die wirklich vor allen in den ersten Tagen erstmal ein wenig Abstand und Ruhe brauchen, um hineinzufinden. Seine Antwort jedoch war ernüchternd: “Aber Frau N., ich MUSS doch immer hinten sitzen. Einen Sitznachbarn darf ich auch nicht haben. Weil ich immer so viel rede und dauernd Quatsch mache.” Solche Worte gehen mir durch und durch. Nichts da mit professioneller Distanz. Ich fragte ihn also, ob er sich einen anderen Platz wünschen würde. Er zuckte mi den Achseln und meinte: “Ist nicht schlimm. Ich kenn das schon.” Als ich ihn direkt fragte, ob es ihm gefallen würde, mal etwas weiter vorne zu sitzen, zuckte er, halb nickend, mit den Schultern. Ich erkannte seine schüchterne Zustimmung. “Hast du denn vielleicht jemanden, neben dem du gern sitzen würdest?” “Die wollen gar nicht neben mir sitzen. Die kriegen dann nämlich auch voll schnell Ärger. Wenn die mit mir reden.” Wurde ja immer besser. “Aber die Maja (*Name und Geschlecht ebenfalls der reinste Zufall), mit der gehe ich immer zusammen nach Hause. Mit der könnte ich ja zusammen sitzen.” Ich versprach mit Maja zu sprechen und ihn ab morgen auf jeden Fall vorne sitzen zu lassen.

Sie wollen gesehen werden

Kinder wie Leon gibt es viele. Ich kenne sie aus eigenen Schultagen, ich erlebe sie jetzt. Sie sind stigmatisiert, gezeichnet, der Inbegriff der selbsterfüllenden Prophezeiung. Und sie wohnen in der letzten Reihe. Paradoxerweise. Denn meist wollen sie nur eins – Gesehen werden. Sie haben Angst unterzugehen. Angst vor Missachtung. Vor dem Unsichtbar sein. Die Gründe dafür sind sehr verschieden. Und sollen hier nicht der Fokus sein. Die Angst ist dieselbe. Und eben diese Kinder werden nun nach hinten verbannt. Um ihnen “die Bühne zu nehmen”, damit sie “nicht mehr die anderen stören”. Ich weiß sehr gut, wie anstrengend diese Schülerinnen und Schüler sein können, wie fordernd und geduldraubend. Aber es sollte um das Warum gehen. Warum bist du so und was ich tun? Was brauchst du? Doch die Energie wird auf kurzfristige Lösungen gelegt. Strafen. Oder eben die letzte Reihe. Raus aus der Sichtbahn. Weg von den anderen. Zur Ruhe zwingen. Das kann doch nicht der Weg sein. Denn je weiter weg, umso lauter müssen sie rufen.

Leon – Ich sehe dich.

Ich sprach mit Maja. Sie war sofort einverstanden. Also bekamen beide einen Platz ganz vorn. Und jetzt wartet ihr wahrscheinlich auf das große Happy End? Gemach. Denn es passierte, was ich an dieser Stelle oft von Kolleginnen oder Kollegen höre. Leon tat genau das, wofür er jahrelang nach hinten verbannt wurde. Er drehte sich in alle Richtungen, nutzte seine Bühne, er quatschte mit Maja, kommentierte mich. Er lenkte ab. Aber was will man auch erwarten? Dinge brauchen Zeit. Keine kurzfristigen Lösungen, ich erwähnte es ja. Denn hier vorne hatte ich Leon im Blick. Immer. Ich sah sein GESAMTES Verhalten. Ich sah nicht nur die Störungen, ich sah auch, wie er Maja seinen Radiergummi lieh, wie er nach dem Kunstunterricht die Farbkleckschen auf dem Boden aufwischte, wie er seine Weintrauben teilte, wie oft er genau das tat, was gerade gefordert wurde. Ich kommentierte hin und wieder. Nicht zu häufig, nicht zu überschwänglich lobend. Mehr beobachtend. Ich wollte, dass er mit der Zeit verstand, dass er sich meine Aufmerksamkeit nicht erkämpfen musste, sondern dass sie ihm, wie jedem anderen Kind ganz selbstverständlich zustand. So wie es natürlich bei der Menge an Kindern möglich ist.

Er sollte auch gesehen werden für das, was er ist, nicht nur für das, was er tut. Zumal sein Verhalten ja fast ein antrainiertes war und weniger seiner wahren Person entsprach. Ich gab in meiner Klasse auch Musik. Leon konnte kein Instrument spielen, was er hätte vorführen können. Aber er war ein riesiger ACDC Fan. Er kannte jeden Titel, alle Alben. Konnte mit Zahlen und Fakten um sich werfen. Also ließ ich ihn sein Lieblingslied präsentieren. TNT, im Übrigen. Seine Mitschülerinnen und Mitschüler waren aus dem Häuschen. Neben all den “Kinderliedern” war dieses Lied natürlich der Knaller. Und während meiner darauffolgenden Pausenaufsicht hörte ich es aus den Winkeln des Pausenhofes. “TNT, I’m dynamite.”

Und mit der Zeit. Ganz sachte und langsam verschwanden die abertausenden Zwischenrufe. Das Veralbern. Das fiese Kommentieren. War es Leon möglich, sich wieder in die Klassengemeinschaft einzufügen. Er wurde gut aufgenommen. Er verstand, so denke ich, dass es seine Bemühungen nicht brauchte, um gehört und gesehen zu werden. Ihm wurden einfach schönere Wege eröffnet.

Es gab weiterhin schwierige Tage, dazu saßen auch die Gründe für Leons Unsichtbarkeitsangst zu tief. Und nicht selten hatte ich das Gefühl von vorne anfangen zu müssen. Ja, wir hatten unsere Streitigkeiten. Aber wir respektierten uns. Holprige Zeiten gibt es immer. Die rütteln nicht an meinem Vertrauen und meinem Zugeständnis an Respekt.

Und am Ende des Schuljahres saß da nicht mehr der desinteressierte Junge am Einzeltisch in der letzten Reihe. Da saß ein baldiger Viertklässler mit ein bisschen mehr Selbstbewusstsein. Ein bisschen mehr Geduld. Mit ein bisschen mehr Zuversicht. Mit ein bisschen weniger Angst. Und mit einer Menge mehr Anerkennung und Freundschaft. Und dann hat es sich gelohnt.

Das ist für all diese Kinder. Auf das euch jemand sieht.

Einst war ich eine von euch.

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Kommentare

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    Bella

    So wunderbar, so wahr. Ich war nie in der letzten Reihe, sondern in der vorletzten. Das ist für die, die nicht gesehen werden wollten, die keine Aufmerksamkeit wollten, weil sie einfach mal machen wollten. Leise natürlich. ;)

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    May

    Ich sitze im Büro und kämpfe mit den Tränen, so sehr hat mich dein Artikel gerührt. Danke dafür. Danke auch dafür, dass du dich bemühst, die Kinder zu sehen. Meine Tochter geht erst seit diesem Jahr zur Schule. Wir haben zu ihrem Geburtstag die ganze Klasse eingeladen, ohne dass ich vorher wusste, wer die Kinder sind. Meine Tochter sagte mir: Ein Junge, der stört immer viel und dann meckern die Lehrer. Ich habe recht schnell herausgefunden, wen sie meint. Wer der Leon ihrer Klasse ist. Und es war schön zu sehen, wie er sich besonders gefreut hat, als er den Schatz gefunden hat.

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    Angie

    So eine schöne Geschichte, mir kamen die Tränen. Ich arbeite im elementarbereich und habe auch da schon Kinder, die diesen Stempel haben... mir tun sie Leid, und ich suche Wege, wie wir es schaffen, dass sie nicht immer wieder ausgegrenzt werden und am Gruppenalltag in einer für alle angenehme Art und Weise teilnehmen können... es ist wirklich schwierig...

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    JennyimWesten

    Wo müssen wir hinziehen? Ganz ehrlich? Ich bin glücklich das es Lehrer*innen wie Dich gibt und unfassbar traurig das wir sie nicht haben... Du bist ein Glück für diese, und alle anderen, Kinder 💜 Liebe Grüße von einer allein-hinten-sitzet-Mama

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    Stephie

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Wie gerne würde ich ihn in der Grundschule verteilen. ❤️🎈

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    Michaela

    Hallo, Danke das es Menschen wie dich gibt. Danke für deine Zeilen. Mein Sohn ist auch so ein Kind. Wir haben eine gute, geduldige Klassenlehrerin. LG

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    Bridget Jones

    Danke!!!! Ich habe einen "Leon" zu Hause ABER auch eine Top Lehrerin. Niemals würde sie ihn in die letzte Reihe setzen oder aufgeben.

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    Ivonne

    Das könnte mein Sohn gewesen sein. Er kam dieses Jahr in die 1.Klasse zusammen mit seinem Zwillingsbruder. Schon vor Schzuljahresbeginn gab es ein Gespräch mit dem Direktor, der uns sagte, das sie auf jeden Fall getrennt werden. (Andere Zwillingspäarchen übrigens nicht.) Man hätte ja vom Kiga gehört, wie schlimm sie wären. Und auf jeden Fall sollten wir eine Schulassistenz beantragen und dazu gleich noch einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Das alles wohlbemerkt noch vor Schuljahresbeginn, da hatten die Kinder noch keinen Fuß in die Schule gesetzt. Die Lehrerin setzt meinen Sohn ganz nach hinten, neben ihn sitzt sein Schulbegleiter. Dort sitzt er nun, ausgegrenzt von den anderen Schülern und macht das, was man von ihm erwartete, er ruft dazwischen, läuft herum etc. Ja die selbsterfüllende Prophezeihung.

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    Frau Sandkuchen

    Ach, wenn es doch nur mehr Lehrer wie Dich gäbe! ❤️

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    Sarah

    Liebe Sassi, ich war ja vorher schon ganz angetan von dir als Menschen. Jetzt bin ich verliebt. Ich hatte Pipi in den Augen, weil mir das Herz aufging. Wir ticken gleich. Es gibt keine schwierigen Kinder, es gibt nur Erwachsene mit einem kürzeren Geduldsfaden. Ich musste an meine Zeit als Schulsozialpädagogin denken. Wie oft habe ich am ersten Schultag nach den Ferien die Kinder vor den Klassenzimmern sitzen sehen? Sie kommen motiviert in die Schule und jegliche Hoffnung wird wieder zerstört, weil sie sich ja eh nicht ändern. Oft war es anstrengend, wenn ich beinahe die einzige an der Schule war, die sich die Mühe gemacht hat, die Kinder zu sehen und anzunehmen wie sie sind. Kommunikation auf Augenhöhe, mehr braucht es nicht. Und den einen oder anderen Zoff, den gibt es immer, der gehört dazu. Der kann aber auch besser ertragen werden, wenn da eine Beziehung ist. Ich wünsche dir, dass du dir das beibehältst, auch wenn es manchmal einsam sein kann, da draußen an der eisigen Front. Ich mag dich, ganz ehrlich. Und diesen Artikel möchte ich gern in eine Handleitung für Lehrer drucken. Du solltest Lehrer unterrichten, damit es mehr mit dieser Haltung gibt.

    1. Sassi
      Sassi

      Liebe Sarah, diese Worte bedeuten mir wirklich sehr, sehr viel. Ja, manchmal ist es ein einsamer Kampf. Zu verstaubt das System, zu resigniert die, die in ihm arbeiten. Oft selbst noch aus einer Zeit kommen, in denen Kinder sich unterzuordnen hatten. Diese Einstellung kommt aus mir heraus. Sie war schon immer da und seit ich Mutter bin, hat sie sich eher verstärkt. Dieser Weg wird immer meiner sein. Schön zu wissen, dass es doch einige gibt, die einen ähnlichen gehen. Danke! Sassi

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    Katharina

    Danke für diese Geschichte (die ich zugegebenermaßen nur dadurch gefunden habe, da ich beim Prokrastinieren auf deinen unglaublich unterhaltsamen Twitteraccount und damit auf den Blog gestoßen bin 🙈)! Als angehende Grundschullehrerin suche ich genau solche Lehrerinnen wie dich als Vorbild, damit sich Schritt für Schritt endlich etwas an den eingestaubten Hammer-Methoden (wie in 'Hammer immer schon so gemacht') ändert. Ich hab selbst bei den Praktika, die ich bisher gemacht habe, sehr schnell den 'Leon' der Klassen identifizieren können und es tat mir in der Seele weh, zu beobachten, wie die Lehrer an den Schulen genau falsch reagiert haben. Die Anzahl der wirklich abgrundtief bösen Kinder ist erstaunlich viel kleiner als viele Lehrer zu denken scheinen. Ich werde definitiv weiter durch deinen Blog stöbern und freue mich, dich gefunden zu haben ☺️ Liebe Grüße, Katharina

    1. Sassi
      Sassi

      Liebe Katharina, ach das ist viel Wert für mich. Wenn ich ein paar KollegInnen erreiche mit meinen Gedanken, dann freut mich das von Herzen. ❤️

  12. Avatar
    Verena

    Liebe Sassi! Dein Text ist zwar schon ein Jahr alt, doch ich sehe mich darin wieder. Nicht in Leon sondern in der Lehrerin, die vorne steht und genau solche Kinder immer wieder erlebt. Häufig habe ich das Gefühl, dass gerade diese Kinder in meine Klasse gesteckt werden. Sie brauchen Zeit und Anerkennung. Ich liebe diese Kinder besonders. Sie machen meinen Job zu mehr als einfach nur der Vermittlerin für Schulfächer. Sie machen meine Arbeit lebens- und liebenswert. Das habe ich immer gewollt. Danke, dass du mich mit deinen Zeilen daran erinnert hast. Ich habe in den letzten Wochen gedacht, ich kämpfe gegen Windmühlen, unterrichte nicht mehr sondern muss gerade solche Kinder immer mehr fördern und ins Leben zurückholen. Dank dir weiß ich nun, dass es mehr solcher Menschen gibt, die nicht nur die Leistung, sondern auch das Kind in seiner Persönlichkeit dahinter sehen und wahrnehmen. Auch ich lese keine Akten, keine Zeugnisse, bin oft überrascht über das, was ich im vergangenen Jahr geschrieben habe, weil ich es mit der Zeugnisabgabe gleich wieder vergesse. Es ist mir nicht wichtig. Was ist schöner, als ein glückliches Kind, das sich ernst genommen und wertgeschätzt fühlt. Danke, dass du deine Einstellungen hier mit uns teilst. Du hast mir wieder mehr Freude in meinen Berufsalltag gebracht, der nicht der einfachste aber der schönste Beruf ist, den ich mir nur vorstellen kann! Danke

    1. Sassi
      Sassi

      Liebe Verena, Dankeschön für diese Worte. Ich bin so froh durch diesen Blog auf LehrerInnen zu stoßen, die ähnlich denken. Man kommt sich ja doch schnell allein vor. Bleib so, wie du bist. Diese Einstellung ist wundervoll.

  13. Avatar
    Geli

    Liebe Sassi, danke für deinen tollen Beitrag und das du so eine nette Lehrerin für alle bist. Ich hoffe, dass andere Lehrer auch so sind/werden. Mach weiter so.

    1. Sassi
      Sassi

      Danke. <3

  14. Avatar
    Trish

    Es sollte mehr von Ihrem Schlag geben! Gerade in der Grundschule benötigen die Kinder viel Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen und gesehen werden um richtig wachsen zu können! Weiter so!

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    Hasenmutti

    Liebe Sassi, da sitze ich hier, Jahre nach diesem Text, mit Tränen in dem Augen. Als Sb kämpfe ich immer wieder für Verständnis, bitte darum, sich auf die Kinder und ihre „Baustellen“ einzulassen. Nicht nur für meine Schützlinge, sondern auch für alle Kinder „meiner“ Klassen. Aber ich sehe auch die Schwierigkeiten der Lehrer. Ich verstehe, dass man bei großen Klassen, der Inklusion, der Migration, dem Leistungsanspruch und all dem Drumherum einfach nicht mehr die Kraft und die Geduld findest, dem „Lümmel“ aus der letzten Bank dabei zu helfen seinen Weg zu finden. Denn da sind noch die anderen, die Leisen, die (Hoch-) Sensiblen, die Wahrnehmungsgestörten, die Unerzogenen, die Tiefbegabten und all die anderen Individuen. Bei großen Klassen und zu wenig Lehrern möchte ich diesen Job im Regelschulsystem nicht machen. Respekt vor denen, die es trotzdem mit Liebe und Wertschätzung machen.

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    Sevi

    Ich wünschte es gäbe mehr Lehrer auf der Welt , die genau so sind wie Sie.👍🙏 Leider ist es umgedreht. Es sind nicht die Kinder, sondern eher die Lehrer. Die, die Kinder zu dem machen was Sie nicht sind eigentlich. Da werden 3 oder 4 Liebchen ausgesucht mit denen die nicht viel zu tun haben, der Rest zieht mit egal wie. Ich würde Sie so gerne kennenlernen, und über manche Themen mit Ihnen sprechen. 😞😞😞😞😞😞😞

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