6 Monate Finchen

Mein SonnenscheinFinchen ist nun ein unfassbares halbes Jahr alt. Ein richtiges Baby. Mit ganz viel Eigensinn und Persönlichkeit. Diesmal geht wirklich alles ein bisschen schneller als beim Puck. Und auch nach sechs Monaten kann ich ohne zu zögern behaupten, dass es mit einem Kind schon toll war, aber dass Mehrfachmama sein noch viel, viel toller ist.

Die kleines Maus ist nach wie vor einfach unglaublich entspannt. Sie lacht viel, hat bis zum Abend einen äußerst verlässlichen Rhythmus und ist auch sonst ganz und gar zauberhaft.

Derzeit wacht sie gegen 7.00 Uhr auf, schlaft zwischen 9.00 und 10 Uhr nochmal und macht ihren Mittagsschlaf so gegen 12.30 Uhr. Wenn er nicht bei der Tagesmutter ist, machen der Puck und das Finchen Letzteren zusammen im großen Bett. Das ist wirklich der Obergipfel der Niedlichkeit. Sie schläft dann im Schnitt zwei Stunden. Manchmal mit einer Stillunterbrechung. Bis jetzt hat sie dann nochmal am späteren Nachmittag so ein halbes Stündchen im Tuch geschlummert, während der große Bruder und ich draußen unterwegs sind, aber seit ein paar Tagen lässt sie dieses Schläfchen gerne aus. Mal gucken, ob es so bleibt.

Nachts schläft sie zumindest recht ruhig, wird aber zur Zeit recht häufig wach. In manchen Nächten stille ich ab 3.00 Uhr dann irgendwie durch. Zum Glück kann ich dabei halbwegs weiterschlafen.

Wir waren schon einige Male auf Reisen. Es war total entspannt. Hier beim Schläfchen im Zug.

Tagsüber hab ich sie viel im Tuch, aber sie fordert ganz klar ihre “Platzstunden” ein. Da braucht sie einfach Freiraum, will alleine auf einer Decke liegen, sich rollen, strampeln, Füße aufessen, Spielzeug erkunden und sich austoben. Motorisch empfinde ich sie als fit. Sie entwickelt sich sehr unaufgeregt, ohne viel Trara. Sie dreht sich auf den Bauch und zurück oder kreiselt. Sie macht den Schwimmer und strampelt dabei vor Freude. Der hintere Teil ihres Körpers hat sowohl das Prinzip Robben als auch Krabbeln verstanden und bewegt sich dementsprechend vorschriftsmäßig. Ihre vordere Hälfte pennt da noch etwas, weswegen sie sich beim Versuch endlich vorwärts zu kommen sehr gern in ihre Krabbeldecke bohrt.

Zähnchen hat das Finchen noch nicht. Aber da der Puck auch erst mit 9 Monaten eines vorweisen konnte, rechne ich noch nicht so bald damit. Bisher wird die Kleine voll gestillt. Sie bekommt, wenn es passt, ab und an etwas von uns in die Hand (Brotrinde, Süßkartoffel), aber ihr Gesichtsausdruck zeigt sich eher mäßig begeistert. Ich denke, das dauert noch ein bisschen.

A propos Stillen. Noch immer bin ich abends im Dauereinsatz. Einige wenige Abende schläft sie einfach. Aber in der Regel sitze ich Stunde um Stunde auf der Couch und füttere so vor mich hin. Dank netflix und Knabbereien ist das auszuhalten. Manchmal sind wir ja abends auch mal unterwegs. Meist ist die Maus dann dort aber einfach aktiv und wach, so dass ich dort nicht fortwährend stillen muss. So ganz langsam merke ich, dass es doch etwas zehrt. An meinen Nährstoffreserven, meiner Geduld und an meinem Körper, vor allem. Ich gehe mal nicht zu sehr ins Detail, aber das hier Schmerzen nun mal nicht ausbleiben, ist jetzt keine große Überraschung. Aktuell befindet sich das Finchen in einem klaren Schub. Den warte ich jetzt noch ab und dann schauen wir mal weiter.

Der Puck und das Finchen entdecken sich zunehmend. Das Finchen erkennt bekannte Menschen mittlerweile sehr klar und zeigt eindeutige Reaktionen. Und ihren Bruder liebt sie. Sie zappelt und strampelt und quietscht wie eine Verrückte, wenn sie den Puck sieht. Er selbst hat seine Scheu vor ihr weitgehend verloren. Er bekuschelt sie, erzählt ihr und bringt ihr Spielzeug. Solange sie nicht selbst zu viel interagiert, ist alles wunderbar. Sie mag ihn beispielsweise gerne anfassen, aber das ist ihm schnell suspekt.

Auch der Papa steht beim Tochterbaby hoch im Kurs und sie freut sich wie ein Schneekönig, wenn er nach Hause kommt. Sehr süß.

Also zusammenfassend. 6 Monate Finchen. Ein mopsfideles, niedliches, bezauberndes Baby, das uns hier mehr als gefehlt hat. Und eine Mama, die sich jeden Tag aufs neue in ihre Kinder verliebt.

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