Reisetagebuch: Woche #2

Am Freitag war sie um. Die zweite Woche meiner Rundreise mit den Kindern. Welch wundervolle Momente sie uns bescherte, hab ich hier mal festgehalten.

Etappe 4 (Fortsetzung) – München

Da für zwei Tage der Papa zu uns stößt, teilen wir uns am Samstag auf. Meine beste Freundin, das Finchen und ich machen die Münchener Innenstadt unsicher, während mein Mann und der Puck ein wenig Exklusivzeit auftanken.

Mama und Baby auf Tour – mit Leihtrage von Cynthia (mamamania.de)

Neben ein wenig Schlenderei gehen wir Mädels tatsächlich shoppen und ich kaufe wahrhaftig nur Dinge für mich. Seit der Schwangerschaft mit dem Finchen habe ich kaum Kleidung für mich gekauft, also jetzt seit ca. 1,5 Jahren. Schwanger lohnt sich das ja nicht so recht. Und danach fühlte ich mich in meinem Körper einfach unwohl. Ein Zustand, der bis heute anhält. Leider. Aber ich arbeite daran. Und schöne, neue Klamotten waren ein erster Schritt.

Sogar Shorts sind es geworden. Ein mutiger Schritt für mich.

Am späten Nachmittag treffen alle Ausflügler wieder zusammen und wir gehen noch genüsslich Abendbrot essen, bevor wir München verlassen und in meine Herzensstadt Passau reisen.

Papa und Sohn tanken auf.

Etappe 5 – Passau

Über 7 Jahre war diese Stadt meine Heimat, mein Zuhause. Und irgendwie bleibt sie das bis heute. Ein wunderschöner Ort, den ich bis in die letzten Winkel erkundet habe.

Der Papa reist am Sonntag wieder ab. Wir haben eine kleine, feine Ferienwohnung bekommen, mit angrenzender Tiefgarage, die für den Puck höchsten Unterhaltungswert hat, da wir durch ein automatisches Tor ein- und ausfahren.

Ferienwohnungserkundung

Am Montag treffen wir sehr liebgewonnenen und in Kontakt gebliebene Referendariatsleidensgenossinnen wieder. Da ich mit beiden Kinder unterwegs bin, verabreden wir uns auf dem Spielplatz. Ein sonniger Nachmittag, an dem wir Bande stärken und das tun, was Lehrerinnen nun mal tun. Über die Schule reden.

Am Dienstag sind sie endlich wieder vereint. Mein Puck und der Rubbelbatz, seines Zeichen mittlerweile niederbayrischer Lord und nicht mehr Regent im Berliner Wedding. Die Familie verweilt einige Monate in Bayern, bevor sie zu einem ganz besondere Abenteuer aufbrechen. Wir haben uns nun schon des Öfteren so ganz in echt gesehen und unsere Kinder haben echt einen Narren aneinander gefressen. So süß. Die beiden flitzten und tobten und quatschten wie verrückt und fielen abends hundemüde in die Betten.

Auf der Heimfahrt von Familie Rubbelbatz begleitet uns ein Regenbogen. Episch, irgendwie.

Mittwoch besichtigen wir noch die ein oder andere Sehenswürdigkeit, bevor wir nachmittags eine ganz liebe Familie besuchen. Recht kurz nach meinem Studienbeginn in Passau begann ich Nachhilfe zu geben. Und das älteste Mädchen dieser Familie wurde mein erstes Nachhilfekind. Sie war damals in der 5. Klasse. Sie brauchte mich im Grunde dann gar nicht lange, aber schlussendlich begleitete ich sie bis zum Abi. Also Stütze. Einmal die Woche. Mittlerweile studiert sie. Informatik. (Ich kam zu ihr als Mathenachhilfe. Übrigens.) Noch immer schreiben wir uns regelmäßig und besuchen sie jedes Mal, wenn wir nach Passau reisen. So wertvoll.

Passauer Sightseeing – es gibt viel zu entdecken

Etappe 6 – Franken und Frankfurt (nochmal)

Am nächsten Tag brechen wir unsere Zelte ab und machen uns langsam aber sicher wieder auf in den Norden. Aber in kleinen Schritten. Und Schritt eins führt uns erstmal ins sagenumwobene Heikeland. Ach, ist das eine tolle Frau. Geerdet, unaufgeregt, mit erlesenem Brandenburger Humor und einer Stimme, mit der sie dringend Hörbücher lesen sollte. Ach ja und einem wirklich tollen Beruf. Und Kindern, sehr tollen Kindern. Vier an der Zahl. Eine Zahl, die mir irgendwie schon eine Weile gefällt. Nun.

Bücherregale mit höchstem Bekanntheitswert

Abends geht es weiter nach Frankfurt. Aber nur zum kurzen Übernachten. Tags darauf soll es für einen Tag nach Hause gehen. Ich mit dem Finchen im Auto und der Puck darf mit seiner Oma, die ebenfalls zu uns reist, mit dem ICE fahren.

Letztlich habe ich aber doch zwei Kinder im Auto, denn der Puck überlegt es sich doch anders. Er möchte mit mir fahren. Der ICE ist ihm „noch zu gruselig. Weil der so groß ist und so laut. Später fahre ich mal damit.“ Er ist zwei. Ich finde das dermaßen kompetent von ihm. Absolut toll.

Etappe 7 – Zu Hause

Wir legen einen kleinen Zwischenstopp ein. Schlüpper waschen und vor allem den Papa einsammeln, denn eine Woche Familienurlaub an der Ostsee wartet auf uns.

Finchen hilft bei der Wäsche
Kaffee und Wäsche – unser Zuhause
Und dann warten diese Karten im Briefkasten auf mich. 2018, meine beste Freundin und ich. Whoop whoop.

Ich war so gespannt wie das Finchen und der Puck nach zwei Wochen auf die Wohnung und das Bekannte reagieren, aber das Wiedersehen verläuft unerwartet nüchtern. „Wann fahren wir weiter?“, heißt es ziemlich schnell. Ach, mein kleiner Weltenbummler.

Mittlerweile sitzen wir keine 100 Meter vom Meer entfernt und wie diese 3. Woche verläuft, na das lest ihr dann hier. Selber Ort, selbe Stelle.

 

Kommentare

  1. Babsi

    Ich bin schon so gespannt auf die dritte Woche. Wann kommt die denn??? 😉

    1. Sassi
      Sassi

      Liebe Babsi, stimmt, Woche 3 und 4 hab ich gar nicht mehr verbloggt. Hole ich noch nach. Danke fürs Erinnern. Liebste Grüße, Sassi

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