Aufgaben in kleinere Schritte einteilen

Mit dem Zauberschloss Teilschritte von Aufgaben visualisieren und abhaken

Um sich (vor allem unliebsamen) Aufgaben erfolgreich zu stellen und sie zu bewältigen, gibt es mehrere Strategien.

Zum einen ist es hilfreich, besonders große und damit auch oft endlos scheinende Aufgaben in kleinere Schritte zu unterteilen. Das verschafft einen Überblick und verhilft auch zu schnellen, motivierenden Teilerfolgen.

Das kindliche Gehirn springt zudem stark auf einen Spielcharakter an. Denn das erhöht die Spannung, die Begeisterung und die Motivation. Und das sind, ganz nebenbei, auch noch wichtige Faktoren, wenn es darum geht, die Ergebnisse bearbeiteter Aufgaben im Gehirn abzuspeichern.

Bild 1

Diese beiden Strategien – Teilschritte und Spiel – lassen sich recht einfach durch „das Zauberschloss“ aktivieren. Wie du es basteln und einsetzen kannst, findest du in diesem Artikel:

Was du brauchst:

Und so geht’s:

1. Schneide das Schloss und die unteren Punkte farbig aus. Trenne anschließend den Schlossbügel vom Schloss (siehe Bild 2).

Bild 2

2. Steche mit der spitzen Schere ein kleines Loch durch die obere linke Ecke des Schlosses und steche auch ein kleines Loch in den unteren linken Bereich des Bügels. Stecke die Flügelklammer durch beide Löcher und befestige sie (siehe Bild 3).

Bild 3

4. Fertig ist das Schloss (siehe Bild 1).

Wie du das Schloss einsetzen kannst:

Bei den Hausaufgaben:

Teile mit deinem Kind den einzelnen Aufgaben (in einem Heft, auf einem Arbeitsblatt) jeweils einen Farbkreis zu (siehe Bild 4). Ist eine Aufgabe bearbeitet, wird die entsprechende Farbe auf den gleichfarbigen Kreis im Zauberschloss gelegt und das Schloss so nach und nach entriegelt.

Bei Haushaltsaufgaben wie dem Aufräumen:

„Zimmer aufräumen“ ist für viele Kinder eine riesige, unübersichtliche Aufgabe. Gerade bei jüngeren Kindern kann es helfen, ganz konkrete Teilaufgaben zu bestimmen.

Zum Beispiel:

  • Kuscheltiere in den Korb räumen
  • alle Stifte in die Stiftedose stellen
  • die Bücher ins Regal stellen
  • lose Legoteile in die Kiste werfen

Diese Teilschritte könnt ihr gemeinsam mit dem Kind individuell besprechen und jeweils auch immer mit einer Farbe versehen. Ist ein Schritt erledigt, wird mit der entsprechenden Farbe wieder nach und nach das Zauberschloss geöffnet.

Was passiert, wenn das Schloss geöffnet wurde?

  1. Man kann es als reines Rollenspiel verpacken. Das Kind ist dann ein*e Superheld*in und muss durch das Öffnen des Schlosses Die Welt retten.
  2. Man kann besprechen: „Worauf freust du dich, wenn du die Aufgaben erledigt hast?“ Je nachdem, was das Kind nennt (Hörbuch hören, ein bisschen Medienzeit, der Sportkurs, faulenzen, im Garten spielen etc.) kann das das Ziel sein. Das Schloss öffnet den nächsten schönen Schritt des Tages.
  3. Wenn Lernsituationen total vertrackt sind, kann behutsam und nur temporär eingesetzt, auch eine Belohnung am Ende stehen. Belohnungssysteme sollten aber eher nicht die erste Wahl sein, sondern eher eine Unterstützung für besonders hartnäckige Situationen.
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